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Kreis Augsburg

08.10.2019

Roy-Black-Gala in Bobingen: Anita singt die Welt wieder schön

Roy Black und Anita landeten mit „Schön ist es, auf der Welt zu sein“ einen großen Schlagerhit. Jetzt kommt Anita Hegerland zur Roy-Black-Gala nach Bobingen.
Bild: picture alliance

Plus Anita hatte einst im Duett mit Bobingens Schlagerstar Roy Black die Menschheit aufgemuntert. Am Samstag kommt sie zur Roy-Black-Gala in die Singoldhalle.

Manchmal muss man daran erinnert werden: „Schön ist es, auf der Welt zu sein.“ Das sang vor 48 Jahren die kleine Anita mit dem berühmten Roy Black. Der Schlagerstar von damals starb vor 28 Jahren. Anita hat weiterhin Schlagzeilen gemacht und kommt nun anlässlich seines Todestages an diesem Mittwoch nach Bobingen. Die 58-Jährige Anita Hegerland wird bei der Roy-Black-Gala mitwirken. Die Veranstaltung des Kulturamts am Samstag, 12. Oktober, in der Singoldhalle ist ausverkauft. Ob sie Zeit finden wird, das Grab im Bobinger Ortsteil Straßberg zu besuchen, ist ungewiss. Sie landet erst am Samstag in München. Dann ist gleich Sound-Check in der Halle.

Anita schaffte Durchbruch mit Roy Black

Durch das Duett mit Roy Black war die Norwegerin dem deutschsprachigen Publikum schon 1971 bekannt geworden. Sie sang es mit Roy Black auch im Film „Wenn mein Schätzchen auf die Pauke haut“; im Jahr darauf veröffentlichten beide den Titel „Verliebt und froh und heiter“, der jedoch nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen konnte. An der Seite des Bobinger Stars wirkte Hegerland auch in der Filmkomödie „Alter Kahn und junge Liebe“ mit, in den Jahren danach gab es noch vereinzelte musikalische Duette.

Anita wurde die Frau von Mike Oldfield

Nachdem sie 1985 bei Mike Oldfield auf der Single „Pictures in the Dark“ an der Seite von Aled Jones und Barry Palmer einen Gastauftritt hatte, wurde sie von 1987 bis 1991 Oldfields Lebensgefährtin. Zum 40-jährigen Jubiläum von „Schön ist es, auf der Welt zu sein“ nahm sie zusammen mit Chris Boltendahl und den Musikern der Band Grave Digger eine neue Heavy-Metal-Version auf.

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In der Singoldhalle wird sie den Abend gemeinsam mit Moderator Kay Dörfel und Günter Ortmann, dem ehemaligen Bandleader von Roy Black, gestalten. Zusammen mit der örtlichen Kulturamtschefin Elisabeth Morhard waren es diese beiden, die Anita Hagerland zu einem Auftritt in Bobingen bewegten. Das Gastspiel ist ein Teil der Besonderheiten zum diesjährigen Stadtjubiläum.

Roy Black ist in seiner alten Heimat unvergessen

Auch 28 Jahre nach seinem Tod ist der Sänger und Schauspieler Roy Black in seiner alten Heimat unvergessen. Neben seinem Grab im Ortsteil Straßberg erinnert auch ein Straßenname mit Legendenschild an Gerhard Höllerich, wie er mit bürgerlichem Namen hieß.

Günter Ortmann, der Musiker und Wegbegleiter in den ersten Bühnenjahren von Roy Black, ist ebenfalls bei der Gala am Samstag dabei. Er versucht, das Bild des Künstlers in der Öffentlichkeit geradezubiegen: „Oft heißt es, dass er ein Egozentriker und todunglücklich gewesen sei, weil er statt deutscher Schnulzen lieber Rock’n’Roll gesungen hätte“, sagt er. „Aber wer viele Millionen Platten verkauft und Dutzende von Auszeichnungen bekommen hat – wie Bravo-Ottos, Goldene Schallplatten und Stimmgabeln – der kann mit seinem Job ganz zufrieden sein.“ Wie in jedem anderen Beruf habe es auch für Roy Black Höhen und Tiefen gegeben, immer wieder machten ihm Herzprobleme zu schaffen. Seine Karriere ist mit dem späteren Oscar-Preisträger Christoph Waltz in der Hauptrolle sogar verfilmt worden.

Auch Filme machten ihn populär

Die Filme mit Roy Black, der sich bei der Wahl seines Künstlernamens vom amerikanischen Sänger Roy Orbison inspirieren ließ, laufen auch heute erfolgreich auf verschiedenen Fernsehsendern und zeigen, dass der Künstler aus Bobingen unvergessen ist. Mit ihm starb im Oktober 1991 einer der ganz großen Stars im deutschen Schlagergeschäft.

Er wurde am 25. Januar 1943 im Hause seiner Großeltern an der Frieda-Forster-Straße in Straßberg geboren und verbrachte dort seine Kindheit bis zum 15. Lebensjahr. 1958 zog die Familie Höllerich nach Göggingen. Sein erster offizieller Auftritt war 1963 in der Bar Karly´s Affenstall. Am 14. September 1963 gründeten Gerd, Dieter Schwedes, Dieter Sirch, Helmut Exenberger, Peter Schwedes und Günther Ortmann in Gerds Partykeller die Band Roy Black and the Cannons. Am 9. Oktober 1991 starb Gergard Höllerich in seiner Fischerhütte im bayerischen Heldenstein.

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