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Großaitingen

27.11.2018

Rudi Seitz legt den Führungstaktstock nieder

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2 Bilder
Rudi Seitz dirigierte nochmals sein Jugendblasorchester.
Bild: Hieronymus Schneider

Beim Herbstkonzert des Musikvereins Großaitingens gibt er seinen Rücktritt als Dirigent bekannt. In welcher Funktion er dem Blasorchester erhalten bleibt.

Als der Musikvereinsvorsitzende Ernst Stauderer am Ende des Herbstkonzertes nach dem Gedicht „Der Dirigent“ verkündete, dass Rudi Seitz die Leitung der Musikkapelle abgibt, standen alle Besucher spontan auf und würdigten ihn mit viel Applaus. Sichtlich gerührt nahm Rudi Seitz die Anerkennung seiner achtjährigen Arbeit für den Aufbau des Jugendorchesters und der Führung und Qualifizierung des großen Blasorchesters entgegen. Unter seiner Führung haben beide Klangkörper bei den Wertungsspielen des Bezirks 13 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) immer gute Bewertungen und Platzierungen erreicht.

Rudi Seitz war 27 Jahre lang der Bezirksdirigent des ASM und trat erst im März dieses Jahres von diesem Amt zurück. Seitz bedankte sich bei seinen Musikern für die vielen schönen Auftritte, Ausflüge und den guten Probenbesuch, der ihm viel Spaß und Freude bescherte. Nachdem eine Bilderpräsentation mit dem Titel „Danke – Rudi Seitz“ ablief, tröstete er alle mit dem Versprechen, dass er als Musiker und gelegentlich als stellvertretender Dirigent seinem Blasorchester erhalten bleibe. Denn ganz ohne Musik kann ein Seitz nicht leben. Stefanie Sperber dirigierte daraufhin die Kapelle zu einem seiner vielen Lieblingsstücke.

Abschlusskonzert von Rudi Seitz beginnt mit „Kaiserin Sissi“

Das Abschlusskonzert des Dirigenten Seitz wurde vom großen Blasorchester würdevoll mit dem Marsch „Kaiserin Sissi“ von Timo Dellweg eröffnet. Mit trockenem Humor erzählte Ulf Birkenhauer aus der obersten Reihe der Musiker als Moderator die Geschichten, die hinter den Musikstücken stehen. So erzählte er, dass der Komponist Alfred Bösendorfer kein anderer als der bekannte Niederländer Kees Vlak ist. Unter diesem Pseudonym schuf er das Werk „Il Postiglione d´Amore“, bei dem die Hörner einer Postkutsche deutlich herausklangen. Kees Vlak, alias Bösendorfer, spielte später auch bei der „Tell Saga“ des ebenfalls von Rudi Seitz dirigierten Jugendblasorchesters und beim italienischen Potpourri „Viva Belcanto“ eine Rolle. Dem Niederländer gelang damit ein eindrucksvolles Arrangement italienischer Klänge, das mit dem bekannten „Funiculi, Funiculá“ endete. Dieses neapolitanische Lied wurde im Jahre 1880 zur Eröffnung der Seilbahn auf den Vesuv erstmals komponiert. Das Großaitinger Blasorchester zeigte sein Können aber auch bei Werken wie „By the Rivers of Babylon“, der Filmmusik „König der Löwen“ oder „Hands across the sea“. Nach der Pause, in der vom Musikverein Häppchen serviert wurden, erfreute das Jugendorchester mit der Ballade „Irish Dream“ und einer schmissigen Zugabe das Publikum. Das Finale war dann dem großen Orchester mit einem „ABBA Revival“ und der österreichischen „Perger Polka“ von Kurt Gäble vorbehalten. Natürlich ließen die Zuhörer ihre Kapelle nicht ohne Zugaben von der Bühne gehen und Dirigent Seitz erfüllte diesen Wunsch mit den Paradestücken „Der Marsch der Medici“ und dem „Deutschmeister Regimentsmarsch“.

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Ehrungen Vereinsvorsitzender Ernst Stauderer verlieh Urkunden für bestandene Prüfungen an folgende Musiker der Jugendkapelle: Anna Detke Fagott D1-Prüfung in Bronze, Victoria-Sophie Salm und Lena Burkart B-Klarinette D1-Prüfung in Bronze, Rosalie Egger, Klara Kienle und Valentin Müller B-Klarinette D2-Silber, Fabian Wetzstein und Erik Goßner Schlagwerk D2-Prüfung in Silber.

Für langjähriges aktives Musizieren verliehen der Stellvertretende ASM-Bezirksvorsitzende Rudi Simacek und Bezirksdirigent Andreas Rest Urkunden mit Ehrennadeln an Andrea Mayr und Raphael Mayr (zehn Jahre), Franziska Sobotka und Christian Kugelmann (15 Jahre), Johanna Mahr (20 Jahre) und Stefanie Sperber (30 Jahre).

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