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Lechfeld

09.01.2019

Runder Tisch zur neuen Luftwaffen-Einheit

Die Bundeswehr will zehn Transportflieger vom Typ A400M auf dem Lechfeld stationieren.
Bild: Ralf Hirschberger/dpa

Die Stationierung der Transportflieger auf dem Lechfeld wirft in der Nachbarschaft viele Fragen auf. Wie die Bürgermeister auf dem aktuellen Stand bleiben.

Die Stationierung der Bundeswehr-Transportflieger vom Typ A400M beschäftigt die Politik auf allen Ebenen. Damit ein guter Informationsfluss zu allen Beteiligten und Interessensgruppen gewährleistet wird, lässt man einen Gesprächskreis wieder aufleben, der zuletzt einige Jahre geruht hat.

Bei einem Treffen mit den Bürgermeistern des Lechfelds hat Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz die Gemeindeoberhäupter am Mittwoch auf den aktuellen Stand der Planungen gebracht. Wichtigstes Ergebnis auf lokaler Ebene: Der Runde Tisch zum Fliegerhorst wird wieder aufgenommen. Am Tisch sitzen sollen die Bürgermeister, Vertreter der Bundeswehr, die Bürgerinitiative gegen Fluglärm und Pro Lechfeld sowie Vertreter des Landratsamts, das bei vielen Maßnahmen einbezogen wird. Einladen wird Durz selbst zu den Treffen.

Alle Beteiligten sollen eingebunden werden

„Wir wollen alle Beteiligten regelmäßig auf den gleichen Sachstand bringen und in die Entwicklungen auf dem Fliegerhorst einbinden“, sagt Durz. Dabei können dann die Themen von allgemeinem Interesse, wie die Lärmschutzzonen besprochen werden. Die Wiederbelebung des Gremiums sei bei den Bürgermeistern auf allgemeine Zustimmung getroffen, sagt Durz. Man wolle zeitnah im Frühjahr einen Termin für ein erstes Treffen vereinbaren. Wann der letzte Runde Tisch dieser Art stattgefunden hat, kann Durz nicht mehr sagen: „Seit ich Bundestagsabgeordneter bin, hat es aber keinen gegeben.“ Er wurde 2013 gewählt.

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Verbündete entscheiden, ob sie selbst Flieger schicken

Mit der Entscheidung für das Lechfeld erfüllte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen den Wunsch diverser Nato-Partner aus Osteuropa. Diese wollten für die multinationale Transporteinheit neben Wunstorf bei Hannover einen Standort in Süddeutschland. Nachdem dieser nun feststeht, würden die möglichen Partnerländer entscheiden, ob und wie sie sich engagieren, sagt Hansjörg Durz. Möglich sei die Entsendung eines eigenen A400M samt Personal aufs Lechfeld, die Länder können aber auch Kapazitäten der Bundeswehr anmieten. Mit der Entscheidung rechnet die Bundespolitik in den nächsten Monaten. Einen festen Zeitplan gebe es aber nicht, sagt Durz.

Die Bundeswehr investiert in den nächsten Jahren wie berichtet 170 Millionen Euro in den Fliegerhorst auf dem Lechfeld. Unter anderem wird die Startbahn verbreitert und neue Gebäude errichtet. 500 neue Dienstposten werden geschaffen.

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