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Schwabmünchen

10.06.2020

Saison-Aus im Amateurfussball: Das sagen Funktionäre

Die kommende Fußballsaison wird in Bayern gestrichen.
Bild: Sebastian Richly

Plus Die Spielzeit 2020/21 im Amateurfußball wird gestrichen. Das sorgt für verschiedene Reaktionen bei Funktionären aus dem Augsburger Land.

Die Fußballsaison 2020/2021 wird in Bayern gestrichen. Stattdessen sollen bis Ende Juni die Spiele der jetzt ausgesetzten Saison nachgeholt werden. Das hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) beschlossen. Wir haben bei Funktionären aus dem Augsburger Land nachgefragt, was sie von dieser Entscheidung halten.

Der Abteilungsleiter der Schwabmünchner Bayernliga-Fußballer Germar Thiele begrüßt die Regelung: „Das ist eine sinnvolle Sache. Ansonsten hätten wir zahlreiche Spieltage unter der Woche gehabt, und das ist für viele Vereine kaum zu machen.“ Gut findet Thiele auch, dass die entscheidenden Spiele der aktuell ausgesetzten Saison erst im Frühjahr 2021 stattfinden sollen. Er sei lange Zeit dafür gewesen, die Saison 2019/2020 abzubrechen: „Inzwischen bin ich der Meinung, dass es die bessere Alternative ist, die kommende Saison ausfallen zu lassen. Wer weiß, was in Sachen Corona noch alles auf uns zukommt, und mit dieser Lösung stehen wir als Fußballvereine nicht so unter Zeitdruck. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir die Saison 2020/2021 komplett hätten durchspielen können, und dann hätten wir am Ende zwei abgebrochene Spielzeiten gehabt.“

Germar Thiele begrüßt die Entscheidung.
Bild: Uwe Bolten

Thiele wartet wie viele andere darauf, dass die Politik Kontaktsportarten wieder erlaubt. Dann brauche man aber eine Vorlaufzeit von vier Wochen, ehe der Liga-Betrieb wieder beginnen könne, was der Verband ja auch schon bewilligt habe. Trotzdem rechnet er damit, dass heuer in den Amateurklassen noch gespielt werde.

Saison-Aus im Amateurfussball: Das sagen Funktionäre

Entscheidung wird aus wirtschaftlichen Gründen kritisiert

Anderer Meinung ist Franz Strehle, Zweiter Abteilungsleiter des Kreisligisten SpVgg Langerringen: „Das gefällt mir nicht, was jetzt entschieden wurde. Wenn die Saison bis ins Frühjahr gezogen wird und die Zeit mit Turnieren überbrückt wird, ist das aus meiner Sicht keine vernünftige Lösung, weil die Vereine ja auch aus wirtschaftlichen Gründen auf die Liga-Spiele angewiesen sind. So bleibt eine sehr lange Zeit ohne Liga-Spiele.“ Er wäre dafür gewesen, die Saison 2019/2020 abzubrechen und dann im Herbst mit der neuen Saison zu starten: „19 von 21 Verbänden in Deutschland gehen so vor, aber die Vereine in Bayern haben sich anders entschieden, das muss man akzeptieren.“ Er geht davon aus, dass im Herbst wieder gespielt werden kann, sodass man eine komplette Saison hätte durchziehen können: „Aber ich bin kein Hellseher. Wenn wir im Herbst eine zweite Corona-Welle bekommen und dann wieder nichts mehr geht, dann ist im Nachhinein die jetzige Lösung sicherlich die bessere.“

Klaus Assum, Abteilungsleiter des Bezirksligisten TSV Gersthofen, gehört zu einer Arbeitsgruppe, in der die Vereinsvertreter ihre Meinung beim Verband kundtun. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht und lange darüber diskutiert. Wenn wir die Saison 2020/2021 nicht ausgesetzt hätten, wären die Vereine meiner Meinung nach brutal unter Druck geraten. Die Saison auf Biegen und Brechen durchzuziehen, wäre die falsche Entscheidung gewesen, weil das Zeitfenster einfach zu knapp ist und niemand weiß, ob wir wirklich schon im September wieder spielen können.“

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