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07.03.2019

Sanierung des Kanals kostet viel Geld

Die Gemeinde Langenneufnach muss bald viel Geld in ihr Kanalsystem stecken.
Bild: Manuela Antosch

In Langenneufnach soll zunächst ein Konzept erarbeitet werden. Auch die Straßenbeleuchtung ist ein Thema

Keine guten Nachrichten überbrachte Constantin Vogg vom gleichnamigen Ingenieurbüro, als er während der jüngsten Gemeinderatssitzung den Zustand des Kanalsystems zu bewerten hatte. Das Kanalsystem wurde dazu in drei Abschnitte unterteilt, wovon zwei bereits befahren wurden. Für den ersten Abschnitt im östlichen Bereich der Gemeinde fallen geschätzt 105000 Euro Sanierungskosten an. Das Trennsystem im zweiten Abschnitt im Norden sei zwar noch in einem relativ guten Zustand, große Schäden weist hingegen der Mischwasserkanal auf, sodass Teile erneuert werden müssen. Daher schätzt Vogg den Kostenaufwand für den zweiten Bauabschitt auf 360000 Euro. Er empfahl den Räten, die Befahrung des dritten Kanalabschnitts im westlichen Bereich der Gemeinde zeitnah durchführen und dann eine Zustandserfassung des gesamten Kanalnetzes erstellen zu lassen. Somit könne ein vernünftiges Sanierungskonzept ausgearbeitet werden.

Neben den Sanierungskosten für das Kanalsystem muss die Gemeinde auch für die Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis zur Einleitung von Niederschlags- und Mischwasser in die Neufnach und den Bärenbach zahlen. Baukosten zwischen 400000 und 600000 Euro fallen hierfür an. Auch zu diesem Thema erläuterte Vogg den aktuellen Sachstand, nachdem er bereits im Oktober letzten Jahres den Räten die Entwurfsplanung vorgestellt hatte. Aufgrund der Vorgabe des Wasserwirtschaftsamtes mussten neue Berechnungen erstellt werden. Demnach ergeben sich erforderliche Rückhaltebecken von insgesamt etwa 3000 Kubikmeter. Davon sind bereits 500 bis 1000 Kubikmeter Rückhaltebecken erstellt. Vogg erklärte, dass die geschätzten Kosten gegenüber den ursprünglichen Schätzungen deutlich gesunken seien und dass eventuell sogar davon ausgegangen werden könne, dass die Kosten weniger als 400000 Euro schlussendlich betragen.

Mit dem Antrag aus der Bürgerversammlung auf Erweiterung der Straßenbeleuchtung beschäftigte sich der Gemeinderat ebenfalls. Bürgermeister Josef Böck erläuterte anhand eines Planes, an welchen Stellen bereits Straßenleuchten vorhanden sind. Der Bürgermeister meinte hierzu, dass es einige Stellen in der Gemeinde gebe, an denen die Straßen nicht ausreichend genug beleuchtet wären, gab aber gleichzeitig zu bedenken: „Wo fangen wir an, und wo hören wir auf?“ Denn mittlerweile seien noch weitere Anfragen von Bürgern bei ihm eingegangen. Er bat die Räte, sich zu überlegen, wie künftig mit diesen Anfragen umgegangen werden solle. Böck schätzt, dass ein Betrag von 100000 Euro für die gewünschte Erweiterung der Straßenbeleuchtung mit Sicherheit nicht reichen werde und verwies auf den ohnehin schon angespannten Haushalt. Auch Ratsmitglied Leonhard Eisenschmid-Strobel meinte hierzu, dass es zwar wichtig sei, für Straßenbeleuchtung an dunklen Stellen zu sorgen, allerdings müsse nicht das ganze Dorf voll ausgeleuchtet sein. Er schlug vor, Angebote für Solarleuchten an den gewünschten Stellen einzuholen. Dagegen hatten die Räte nichts einzuwenden.

Zum Antrag einer Bürgerin, in der Schulstraße ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern einzuführen, nahm Ratsmitglied Albert Rohrer – von Beruf Polizist – Stellung. Seiner Ansicht nach wäre ein verkehrsberuhigter Bereich sinnvoller. Hierfür würden dann aber Parkplätze eingeschränkt. Für Geschwindigkeitsmessungen aufgrund eines Tempolimits sei die Schulstraße zu kurz, und es gebe insgesamt zu wenig Verkehr. Er gab zu bedenken, dass auf Eltern einzuwirken wäre: Zwar würden viele ihr eigenes Kind schnell und sicher zu Schule oder Kindergarten bringen wollen, auf andere Kinder werde allerdings kaum Rücksicht genommen.

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