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Jubiläum

16.01.2019

Scherstetten feiert seinen Dirigenten

Mit seinen musikalischen Freunden Christoph Windisch, Clemens Bäßler (von links) und Harald Maier (rechts) feierte Christoph Reiter sein Silberjubiläum am Dirigentenpult der Blaskapelle Scherstetten.
Bild: Walter Kleber

Christoph Reiter bietet mit hochkarätigen Solisten eine musikalische Zeitreise durch 25 Jahre

Zu einer über dreistündigen Hommage an ihren Dirigenten Christoph Reiter geriet das Neujahrskonzert der Blaskapelle Scherstetten im voll besetzten Schützenheim. Gemeinsam mit den Musikanten feierte die Dorfgemeinschaft ihren beliebten Kapellmeister, der nun schon seit 25 Jahren am Pult der „Scherheimer“ Blasmusik steht und mit ungebremster, mitreißender Power und immer neuen musikalischen Einfällen den Ton an- und den Takt vorgibt. Zu seinem Silberjubiläum hatte der 51-Jährige eine hochkarätige Solistenriege aus seinem engsten musikalischen Freundeskreis eingeladen: drei brillante Virtuosen auf ihren Instrumenten, die vom Publikum begeistert gefeiert wurden.

Auch Herbert Klotz, der Vorsitzende des Bezirkes 13 Schwabmünchen im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM), Vizevorsitzende Gabi Müller und Vorsitzender Armin Seitz gratulierten Christoph Reiter zum 25. Kapellmeisterjubiläum.

Das Konzertprogramm war gleichsam ein musikalischer Spaziergang durch die vergangenen 25 Jahre: Erinnerungen an unvergessene Erlebnisse daheim und auswärts, an Konzertreisen und Gastspiele, garniert mit allerlei Anekdoten, die sich im Lauf der Zeit in der Chronik ansammeln und noch Jahre später für Gesprächsstoff in geselliger Runde sorgen. Im Herbst 1994 hatte Christoph Reiter auf Drängen und Bitten von Willi Kögel die Nachfolge von Heinz Gaßner am Dirigentenpult der Blaskapelle Scherstetten angetreten.

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Eine Neuauflage erfuhr das Singspielmedley „Im Weißen Rössl“, das schon beim allerersten Konzert unter Reiters Dirigat Mitte der 1990er-Jahre auf dem Programm gestanden hatte. Der „Ungarische Tanz Nr. 5“ und der Marsch „Berliner Luft“ erinnerten an Reisen in die Puszta und zur „Grünen Woche“. Als musikalisches Dankeschön an seine langjährige Gesangspartnerin Brigitte Kögel hat Christoph Reiter das Medley „Operettenzauber“ arrangiert: unvergessene Operettenmelodien aus dem Wien der 1920er-Jahre in einem neuen Gewand. Zur Winnetou-Melodie von Martin Böttcher zogen vor dem geistigen Auge des Publikums noch einmal die Hochsommer-Serenadenabende auf der Ranch von „Stauden-Cowboy“ Karl Markgraf über dem Schmuttertal vorbei.

Natürlich durften im Programm auch einige Leckerbissen der böhmischen Blasmusik nicht fehlen, die von den Scherstettern seit jeher mit großer Begeisterung gepflegt wird: der „Astronautenmarsch“ und die Polkas „Wir sind Kinder von der Eger“, „Im Wäldchen“ und „Alte Freunde“.

Absolute Höhepunkte aber waren die Darbietungen der drei Gastsolisten. Harald Maier präsentierte im Duett mit Christoph Reiter das „Hornfestival“. Tosendenden Applaus gab es für den „Karneval in Venedig“ und den Hugo-Strasser-Klassiker „Petite Fleur“ von Klarinettist Christoph Windisch. Die Serie komplett machte Posaunist Clemens Bäßler mit der „Bayerischen Polka“ und dem Frank-Sinatra-Welterfolg „My Way“.

In bewährt humorvoller Art führte der Jubilar selbst durch „seinen“ Abend und zog dabei ein weiteres Mal in vielfältigen Funktionen alle Register: als Kapellmeister, Moderator und Sänger, als Solohornist und schlussendlich als Parodist namhafter Größen aus dem Show- und Schlagerbusiness.

Diese schon legendären Auftritte am Ende eines jeden Konzertes sind in Scherstetten inzwischen Kult. Im Zeitraffer erlebte das Publikum die Höhepunkte vergangener Konzerte: Heino, Roy Black, Karel Gott, Elvis Presley und Udo Jürgens – stilecht im weißen Bademantel. Als Zugabe erklang – in einer Welturaufführung – der Schmuttertal-Marsch.

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