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Schnelltests für Altenheim-Besucher sollten immer kostenlos sein

Kommentar Von Norbert Staub
17.12.2020

Plus Es kann nicht sein, dass Menschen, die ihre Angehörigen im Seniorenheim besuchen wollen, für einen Corona-Schnelltest zahlen müssen.


Alte Menschen, die in Heimen leben, haben es derzeit besonders schwer. Die Corona-Pandemie trifft sie extrem hart, wie die Ereignisse im Haus Raphael in Schwabmünchen mit vielen Toten drastisch zeigen. Hinzu kommt, dass Besuche von Angehörigen, die für viele der Höhepunkt des Tages sind, nur noch unter erschwerten Auflagen möglich sind.

Corona in Pflegeheimen: Tübingen macht vor, wie es funktionieren kann

Aber es führt kein Weg an den strengen Auflagen vorbei, zu denen auch der Nachweis eines negativen Corona-Tests gehört, der nicht zu lange zurückliegen darf. Weil man auf das Ergebnis eines in Bayern kostenlosen PCR-Tests oft warten muss und weil es manchmal auch nicht so einfach ist, kurzfristig einen Termin zu bekommen, bieten sich Schnelltests an.

Doch viele Heime im Landkreis haben nicht das Personal, diese Tests durchzuführen. Mitarbeiter sind teilweise selber erkrankt oder arbeiten am Limit. So bleibt für viele Besucher nur noch die Möglichkeit, 25 bis 50 Euro für einen Schnelltest zu zahlen, wenn sie ihren Angehörigen sehen wollen. Es ist eine vorbildliche Aktion, dass das Rote Kreuz über Weihnachten kostenlose Schnelltests anbietet, aber das ist nur befristet möglich. Für die Zeit danach muss die Politik eine Lösung finden, damit Besucher ihre Angehörigen sehen können, ohne zahlen zu müssen. Beispiele wie Tübingen zeigen, dass das möglich ist. Dort gab es unter anderem durch kostenlose Schnelltests weniger Tote in den Heimen.

Der Artikel zum Kommentar: Kostenlose Corona-Schnelltests im Landkreis Augsburg an Weihnachten

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