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Mittelneufnach

15.11.2016

Schottland lebt in Mittelneufnach auf

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3 Bilder
Durfte natürlich nicht fehlen: Keel und Scottie mit Dudelsack bei „Flower of Scotland“.
Bild: Marcus Angele

Die Folk’n’Roll-Band Scocha enttäuscht ihre Fans auch diesmal nicht – selbst mit gebrochener Schulter.

„Was für ein Jahresabschluss“. Das Urteil der Besucher zum Scocha-Konzert bei der Kulturschmiede Mittelneufnach war eindeutig: „Mega“, „so geil“. Die schottische Folk’n’Roll Band heizte dem Publikum im ausverkauften Gemeindezentrum kräftig ein und begeisterte mit einer Mischung aus Balladen, Country und Rock.

Bereits zum vierten Mal gastierte Scocha, deren Name sich aus den Nachnamen der beiden Gründungsmitglieder Iain Scott und David Chapman ableitet, in Mittelneufnach. „It’s great to be back in Mittelneufnach“, begrüßten die Frontsänger Chappy und Scottie die teilweise weit gereiste Fangemeinde, die zum Beispiel aus Berlin, Dortmund, Simbach am Inn und sogar aus Schottland angereist waren, um die fünf sympathischen Musiker in Mittelneufnach zu erleben. Die schottische Boygroup rockte knapp vier Stunden mit sage und schreibe 38 Liedern auf allerhöchstem Niveau und das sogar unter Schmerzen: Gitarrist Dougie konnte selbst ein Schulterbruch nicht aufhalten, bei diesem Konzert mitzuspielen. Zum Dank wurde er von seinen Bandkollegen immer wieder einmal spaßeshalber mit einem langen „Ohhhh“ aufgezogen.

Ein Gast brachte es eigentlich auf den Punkt: „Wenn du sie einmal live gesehen hast, bist und bleibst du ein Fan.“ Und es stimmt: Wenn man sich im Publikum umsah, war hier eine große Scocha-Familie zu sehen, die zusammen mit ihrer Band sang, tanzte und feierte.

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Schottischer Humor

Die Gruppe spricht mit ihrer Musik alle Generationen an, ob die jungen Mädels in der ersten Reihe oder die 69-jährige Oma etwas dahinter – alle haben diesen begeisterten und glücklichen Glanz im Gesicht. Es werden Fahnen geschwenkt (East Bavarian Highlander), und die schottische Delegation ließ beim Song „Kinley Stick – Ring the Bells“ sogar extra mitgebrachte Glocken erklingen. Abgerundet wird das Ganze mit einer Prise typisch schottischen Humors, der immer wieder zwischen den Liedern aufblitzt.

Es gab auch sehr bewegende Momente. So gedachte man an Silke aus Dortmund, einem Fan der ersten Stunde, die leider im vergangenen Jahr starb. Sie baute die Facebook-Seite der Band auf. Mit einem Blick gen Himmel war sich Karl Scheid sicher, „dass sie heute bestimmt im Himmel mitrockt“.

Das Lied Caledonia, das von Flucht, Neuanfang und Ungewissheit handelt, wurde drei anwesenden Flüchtlingen aus Syrien gewidmet, die sich auch von der tollen Stimmung anstecken ließen und unbeschwert inmitten der Fans mittanzten.

Gänsehautfeeling gab es, als die inoffizielle Nationalhymne „Flower of Scotland“ und zum Abschluss der Klassiker „Auld Lang Syne“ regelrecht von allen Anwesenden durch das Gemeindezentrum geschmettert wurde.

Es ist das letzte Lied auf der brandneuen CD „Moonlight again“. Natürlich durfte auch die schon traditionelle After-Show-Party in der Cocktailbar M 86 nicht fehlen, bei der sich die Stars und Fans zusammen bis in die frühen Morgenstunden feierten.

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