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Bobingen

10.04.2019

Schüler engagieren sich ehrenamtlich

Beim Projekt JiBes leisten Schüler in Bobingen freiwillig ehrenamtliche Arbeit.
Bild: Ingeborg Anderson

Bereits zum dritten Mal nehmen in Bobingen Schüler der Dr.-Jaufmann-Mittelschule am Sozialprojekt teil.

Zu fühlen, wie es ist, anderen zu helfen und dabei soziale Kompetenzen zu erwerben, das ist das Ziel des Projektes Jibes. Der Begriff steht für „Jugend in Bobingen engagiert sich“ und wendet sich im Wechsel an Schüler der Realschule und der Dr.-Jaufmann-Mittelschule. Andrea Frenkenberger von der Freiwilligen-Agentur hat mit Unterstützung der „Aktion Mensch“ vor zwei Jahren das Projekt gestartet.

In der dritten Runde sind es acht Schülerinnen und ein Schüler der achten Klassen an der Dr.-Jaufmann-Schule, die ehrenamtlich in sechs verschiedenen Einrichtungen jeweils 40 Stunden ableisten. Das sind vorwiegend Einrichtungen wie Kindergärten oder zur Seniorenpflege in den Kirchengemeinden. Auch das Café International ist dabei. Sabine Frenkenberger erklärt, wie es abläuft: „Jeder der Schüler hat einen Mentor, der mit ihm zu seinem Einsatzort geht und ihn während der gesamten Dauer begleitet. Im Juli findet dann die Abschlussfeier statt, und die Teilnehmer erhalten ein Zertifikat.“

Jugendliche helfen in der Tagespflege und im Asyltreffpunkt

Schulsozialarbeiterin Theresa Probst ist mit der Zahl der teilnehmenden Schüler zufrieden. „Ich habe den Eindruck, sie freuen sich richtig darauf“, sagt sie. Dabei ist den Projektleitern wichtig, dass die Schüler ihren Einsatz dort haben, wo sie hinwollen, wo sie sich wohl- fühlen. Ist das nicht der Fall, kann gewechselt werden. Ben, der einzige Junge unter den Freiwilligen, hat sich beispielsweise für die Tagespflege Ederer als Einsatzort entschieden. „Ich wollte etwas mit älteren Menschen machen. Freue mich, mal was anderes als nur Schule oder Handwerk kennenzulernen“, begründet er seine Motivation. Polina aus der Übergangsklasse wird im Café International arbeiten. Sie will dort nicht nur helfen, sondern hofft auch, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.

Der Stellenwert, den das Projekt für die Schule und die Stadt hat, lässt sich auch daran ablesen, dass neben Rektor Robert Walch auch Bürgermeister Bernd Müller und weitere Vertreter der Stadt zur Startveranstaltung ins Foyer der Schule gekommen sind. Der Rektor zeigte sich „stolz, dass neun Schüler freiwillig an dem Projekt teilnehmen“. Und Bürgermeister Bernd Müller wies die Schüler auf die positive Wirkung hin, die ein solches Zertifikat für ehrenamtliches Engagement bei Bewerbungen haben kann.

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