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Oberottmarshausen

08.12.2018

Schützen erhalten viel Geld

Einen fünfstelligen Betrag erhält der Schützenverein von der Gemeinde Oberottmarshausen.
Bild: Ulrich Weigel (Symbolfoto)

Oberottmarshausen unterstützt den Schützenverein mit einem fünfstelligen Betrag. Doch der ist geringer als vom Verein erhofft.

Der Schützenverein Hubertus Oberottmarshausen, dessen Name an den Schutzpatron der Jäger – Hubertus – angelehnt ist, ist aus dem Vereinsleben der Gemeinde seit vielen Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken. Im November 1951 wurde der Schützenverein in der Gastwirtschaft Zott in Oberottmarshausen gegründet. Der Monatsbeitrag für die Mitglieder des Vereins betrug damals laut Homepage 50 Pfennig. Der Gemeinderat musste nun über einen Antrag des Vereins entscheiden. In diesem ging es nicht nur um ein paar Pfennig, sondern um Tausende Euro.

Der Verein möchte das Sportheim modernisieren, sagte Bürgermeister Gerhard Mößner: „Das sind keine Luxussachen. Es wurde viel provisorisch gemacht, aber irgendwann ist damit Schluss.“ Das Schützenheim und die Schießanlage wurden am 16. Oktober 1987 eröffnet. Neben einem Aufenthaltsraum gibt es eine Schießhalle mit insgesamt 16 Schießständen. Mehr als 200 Mitglieder hat der Schützenverein – der Jugendanteil sei laut Mößner beträchtlich.

Antrag: Gemeinde soll 36.000 Euro übernehmen

Die Modernisierung des Sportheims wird rund 65000 Euro kosten. Die Eigenleistung des Vereins beträgt 4600 Euro, die eigenen finanziellen Mittel belaufen sich auf 25000 Euro. Den Rest, knapp 36000 Euro, sollte nach den Vorstellungen des Vereins die Gemeinde tragen. Bürgermeister Mößner plädierte dafür, den fehlenden Betrag für den von ihm als Vorzeigeverein bezeichneten Schützenverein komplett zu übernehmen. Ähnlich sah es Hans-Werner Schmitt (FW), doch nur vier weitere Gemeinderäte stimmten für diesen Beschlussvorschlag. Elmar Wildegger (CSU/UW) sah die Gefahr bei einem kompletten Zuschuss darin, dass andere Vereine dann auch alles bezahlt haben wollten.

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Markus Reiter (FW) hatte ebenfalls Bedenken wegen dieser „All-inclusive-Leistung“. Er schlug vor, lediglich die Hälfte des fehlenden Betrags als Zuschuss zu geben, die andere Hälfte als zinsloses Darlehen. Marina Wanner (CSU/UW) konnte mit diesem Vorschlag wenig anfangen: „Wie sollen sie denn das Geld aufbringen? Die Schützen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten 25000 Euro angespart.“ Weitere 18000 Euro seien ihrer Meinung nach deshalb nicht machbar.

Der Vorschlag, der bei der Abstimmung alle Gemeinderäte überzeugen konnte, kam von Thomas Zott (CSU/UW): Er regte an, den Zuschuss der Gemeinde mit der Eigenleistung und den finanziellen Mitteln des Vereins gleichzusetzen. Das bedeutet, dass die Gemeinde 30000 Euro als Zuschuss gibt, die dann noch fehlenden knapp 6000 Euro werden als zinsloses Darlehen gewährt. „Das ist ein Zeichen an die Vereine, dass es kein Freibrief für die Kostenübernahme durch die Gemeinde ist“, sagte Thomas Zott.

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