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Schule in Königsbrunn verwüstet: Ein sehr milder Richterspruch

Schule in Königsbrunn verwüstet: Ein sehr milder Richterspruch
Kommentar Von Adrian Bauer
26.05.2020

Bei Jugendlichen lautet das Motto bei Gericht: Erziehen statt bestrafen. Trotzdem fällt das Urteil für die Zerstörungen am Gymnasium sehr milde aus.

Für Jugendliche gelten bei uns keine anderen Gesetze als für die Erwachsenen, aber bei der Bestrafung werden andere Maßstäbe angelegt. Erziehung statt Strafe lautet das Motto: Man geht zugunsten der jungen Leute davon aus, dass schädliche Verhaltensweisen durch entsprechende Maßnahmen noch im Sinne der Gesellschaft „repariert“ und die Missetäter auf den rechten Weg zurückgebracht werden können.

Nicht jeder lässt sich durch Beratungsgespräche und Sozialstunden von einem gesetzestreuen Leben überzeugen. Die Zahl derer, denen der oft zitierte „Schuss vor den Bug“ tatsächlich eine Lehre ist, gibt den Verfassern des Jugendstrafrechts aber Recht.

Die Angeklagten haben massiv gewütet

All dies muss man auch bei der Betrachtung des Richterspruchs im Fall der Zerstörung am Königsbrunner Gymnasium berücksichtigen. Trotzdem bleibt der Gesamteindruck eines sehr sehr milden Urteils. Die Zerstörungstour war kein kleiner Ausraster: Die beiden Angeklagten haben in einer Vielzahl von Räumen massiv gewütet, Technik zerstört, Wände und Whiteboards beschmiert, Waschbecken und Spiegel zerdeppert und Schuleigentum gestohlen. Dass sie dafür nicht einmal eine Stippvisite in der Arrestzelle absolvieren müssen, ist im erzieherischen Sinne hoffentlich nicht zuviel der Nachsicht.

Schule in Königsbrunn verwüstet: Ein sehr milder Richterspruch

Den Prozessbericht lesen Sie hier: Schule verwüstet: „Ich fand es damals lustig“

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