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Königsbrunn

05.11.2019

Schulumbau: Hebauf für ein straff getaktetes Projekt

Die Hebauf-Krone hing während der Zeremonie im Lichthof des Neubaus.
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Die Hebauf-Krone hing während der Zeremonie im Lichthof des Neubaus.
Foto: Adrian Bauer

Die Grundschule Nord erhält ein neues Gesicht. Der Rohbau des neuen Trakts, der künftig die Klassenzimmer beherbergt, steht. Die Planer sind sicher, dass 2020 auch dort unterrichtet wird

Mit 17 Millionen Euro ist der Umbau der Grundschule Nord das teuerste einzelne Bauprojekt in der Geschichte der Stadt Königsbrunn. Beim Hebauf konnten zahlreiche Besucher nun den Stand der Bauarbeiten in Augenschein nehmen.

Bürgermeister Franz Feigl freute sich, über den guten Fortgang der Arbeiten: „Ich bin wahrscheinlich der einzige Anwohner, der sich freut, wenn am Samstag um sieben Uhr die Arbeiter wieder loslegen.“ Denn der Zeitplan ist durchaus eng gesteckt. Schon im September 2020 sollen in den heutigen Rohbau-Räumen fertige Klassenzimmer und Lernlandschaften stehen und die Schüler unterrichtet werden. Die Schule soll während der Sommerferien aus den alten Trakten aus und in den Neubau einziehen. Danach wird der heutige Mittelbau abgebrochen, an dessen Stelle eine neue Aula samt Mensa errichtet werden soll. Zeitgleich werden die Räume des Hortes und der Mittagsbetreuung saniert. Diese Einrichtungen ziehen in einen der alten Flügel um. Als letzter Schritt wird der älteste Flügel an der Lerchenstraße abgerissen. 2022 soll der Umbau abgeschlossen sein.

Königsbrunner Schulhaus wird jetzt winterfest gemacht

Derzeit liegen die Arbeiten gut im Zeitplan, sagte Ralf Löw, Geschäftsführer der Planungsgesellschaft Wörner, Traxler, Richter: „Wir sind sehr sicher, dass wir den Neubau wie geplant übergeben können.“ Es sei auch für einen Architekten immer wieder ein besonderes Erlebnis, zum ersten Mal durch einen fertigen Rohbau zu laufen. Als nächste Schritte wird der Rohbau winterfest gemacht. Unter anderem werden die Fenster eingesetzt. So können während der Wintermonate die Arbeiten im Haus wetterunabhängig fortgeführt werden.

Roman Ohneberg, Bauleiter der Baumeister Herbert Maier Bau GmbH aus Bad Wörishofen, sprach die gereimte Hebauf-Rede und führte sich dabei qua Brauchtum die drei Gläser Wein zu Gemüte, die ihm Polier Josef Mooser kredenzte. Er lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und lieferte noch ein paar Zahlen: 2600 Kubikmeter Beton wurden verbaut, das entspricht 370 Betonmischer-Ladungen. Außerdem enthält der Rohbau des neuen Schulgebäudes 350 Tonnen Stahl.

Architekten-Idee hilft der Stadt Königsbrunn aus der Patsche

Bürgermeister Feigl bedankte sich vor allem bei den planenden Architekten. Denn die Suche nach einem geeigneten Plan für den Umbau der Schule gestaltete sich anfangs durchaus schwierig. Denn eine Generalsanierung wäre so teuer geworden, dass die Regierung von Schwaben das Projekt nicht mehr als förderfähig gesehen hätte, sagte Feigl. Ein Umzug der Schule an einen anderen Standort, wäre ein riesiger Kraftakt geworden. Da kam die Idee, einen Neubau auf dem Gelände zu errichten, der gleichzeitig als Interimsquartier für die Klassen dienen kann, wie gerufen.

In dem Neubau ist dann auch genug Platz für die Umsetzung der Lernlandschaften. Dabei werden die Klassenzimmer jahrgangsstufenweise um einen gestalteten und möblierten „Marktplatz“ gruppiert, der für Einzel- und Gruppenarbeiten genutzt werden kann.

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