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Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Deutschland

Schutz vor sich selbst

Kommentar Von Reinhold Radloff
28.02.2018

Das Wochenend- und Feiertags-Fahrverbot für Motorräder die Mickhauser Rennstrecke hinauf ist ein großer Wurf für Politik, Polizei, Gemeinde und Bürgerinitiative.

Eiskalt pfiff der Wind dem großen Gremium um die Ohren. Warm wurde es allen anwesenden bei dem Gedanken, dass ein großer Wurf gelungen ist: Das Wochenend- und Feiertags-Fahrverbot für Motorräder die Mickhauser Rennstrecke hinauf. Politik, Polizei, Gemeinde und Bürgerinitiative zogen an einem Strang, um zu diesem historischen Ergebnis zu kommen.

Denn es ist gar nicht so einfach, ein angestrebtes Motorrad-Fahrverbot rechtlich durchzusetzen, auch wenn es in Deutschland schon 50 Vorbilder dafür gibt. Meist sind es die gleichen Argumente, die Biker an ihrer oftmals unverantwortlichen Fahrweise, die überdurchschnittlich oft zu schweren Unfällen führt, hindern soll: Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer und Lärmbelästigung.

Einen Aspekt sollte man aber auch nicht außer Acht lassen: Den Schutz der Motorradfahrer vor sich selbst, vor ihrem Geschwindigkeitsrausch, vor ihrem übersteigerten Wunsch nach Nervenkitzel, vor der Missachtung ihrer eigenen Gesundheit. Ich werde nie die Aussage eines Motorradfahrers gegenüber einem Feuerwehrmann vergessen, der gerade eine toten Motorradfahrer abtransportieren half: "Kannst gleich da bleiben und mich dann von der Straße kratzen."

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