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Untermeitingen

21.04.2017

Schwabmünchen: Keine guten Aussichten aus dem Auto

Zu tief angebrachte Schilder und parkende Fahrzeuge versperren den Sehenden den Blick. Über das Leitsystem hinausragende Motorhauben behindern die Blinden.
Bild: Uwe Bolten

Autofahrer kritisieren die schlechte Sicht bei der Ausfahrt aus dem Parkplatz in der Neuen Mitte. Polizei bewertet die Lage anders.

Der Parkplatz hinter dem Modehaus Schöffel ist sowohl für die in der neuen Mitte beheimateten Gewerbebetriebe und Praxen als auch für die Kunden der Geschäfte eine deutliche Attraktivitätssteigerung für die ganze Innenstadt. Auch Robert Höchtl aus Schwabmünchen nutzt gerne diesen Parkplatz. Doch es gibt nicht nur Lob.

„Es ist immer mit einem Risiko verbunden, aus der Ausfahrt links abzubiegen“, reklamiert Höchtl. Die Schilder auf der rechten Ausfahrtseite sowie die dort parkenden Fahrzeuge versperrten eine angemessene Sicht. „Insbesondere der Hinweis auf die Nutzungszeiten der Parkscheibe hätte man locker wo anders platzieren können“, ergänzt er bei einem Ortstermin mit unserer Zeitung. Durch die Schilder werde der Blick nach rechts massiv behindert, auch wenn keine Fahrzeuge dort stünden.

Blechschäden durch „Parkplatzrempler“

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Auch aus Richtung Stadtpfarrkirche kommend bestehe, so ein anderer Autofahrer, kaum eine Möglichkeit bis kurz vor der Ausfahrt auf von dort links abbiegende Fahrzeuge zu reagieren. „Nur wenn keine Fahrzeuge links von der Einfahrt parken, ist etwas zu sehen“, berichtete er. Aus der Polizeiinspektion Schwabmünchen verlautet hingegen, dass bisher keine Unfälle an dieser Einmündung zu verzeichnen waren. Nur auf dem Parkplatz kämen Blechschäden durch „Parkplatzrempler“ vor. Für Tempo 30 auf der Fuggerstraße reiche die Reaktionszeit für die vorfahrtsberechtigte Straße aus.

Auch Schwabmünchens Stadtbaumeister Stefan Michelfeit bewertete die Situation als nicht so schwerwiegend. „Die einzige Möglichkeit wäre die Anlage eines Sichtdreiecks“, sagte er. Dies nähme jedoch nicht die Sichtbehinderung weg. Ein Verkehrsspiegel wäre eher kontraproduktiv, da er eine Sicherheit vorgaukeln könne, die dadurch nicht gegeben sei. „Viel mehr Sorgen machen mir die zu weit in den Gehweg hinein parkenden Fahrzeuge. Sie stehen oft mit der Motorhaube über dem Blindenleitsystem“, erwähnte der Stadtbaumeister. Es bleibt zu hoffen, dass diese Einfahrt auf Grund der Aufmerksamkeit der Autofahrer weiterhin unfallfrei bleibt, sagt ein weiterer Autofahrer. Für Robert Höchtl bleibe die Planung und Ausführung der Ausfahrt allerdings auch weiterhin ein Verkehrsrisiko.

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