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Schwabmünchen

25.07.2017

Schwabmünchen inspiriert Künstler zu Bildstörungen

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6 Bilder
Zahlreiche Besucher bestaunten die Kunstwerke, die während des Künstlersymposiums entstanden sind.
Bild: Ingeborg Anderson

Beim internationalen Symposium des Kunstvereins in der Bahnhofstraße arbeiten auch lokale Künstler mit. Die Resonanz ist überwältigend.

Die Resonanz der Kunstfreunde zur Vernissage war überwältigend: Mehr als 100 Gäste kamen in das Kunsthaus in die Bahnhofsstraße, um zu sehen, welche Arbeiten während der Woche des zweiten internationalen Künstlersymposiums entstanden waren. Etliche von ihnen hatten auch während der „Arbeitswoche“ den Künstlern über die Schulter geschaut. Wie Marlene Wagner aus Schwabmünchen, die immer noch ganz begeistert ist. „Ich wohne in der Nachbarschaft und habe öfter vorbeigeschaut. Ich war ganz angetan von der Arbeitsatmosphäre und finde, es ist sehr tolle Kunst entstanden“, sagt sie.

Mehr als zufrieden zeigte sich auch Kersten Thieler-Küchle, Vorsitzende des Kunstvereins und Organisatorin des Symposiums: „Es war eine wunderbare Kunst-volle Woche, in der nicht nur wunderbare Werke entstanden sind, sondern auch neue Netzwerke geknüpft wurden.“

Bearbeitet, zerstört und übermalt

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„Bildstörung“ lautete das Thema, das den 17 internationalen sowie den teilnehmenden Künstler aus dem Kunstverein vorgegeben war. Das Spannende an den so entstandenen Werken ist, zu sehen, auf welch unterschiedliche Weise sich die Teilnehmer dem Thema näherten (wir berichteten). Bei Bildern, die vor Jahren entstanden sind, liegt die Bildstörung darin, dass sie bearbeitet, zerstört und übermalt wurden. Bei einem Bild mit verschiedenen Sitzmöbeln, symbolisieren die Stühle nicht nur Lebenssituationen – sie sind mehr oder weniger bequem, gebraucht und ein „Besitzer“ wäre eine Störung.

Oft sind es minimale Eingriffe, die die Bildstörung ausmachen. Mal liegt die Störung im Bild selbst, mal im Auge des Betrachters. Aber was ist mit den stylischen Designertaschen von Patrizia Novello aus Italien? Bildstörung! Optisch täuschend echt wirkend, sind sie tatsächlich aus Blei. In die dritte Dimension gehen die Skulpturen der beiden teilnehmenden Bildhauer Martin Hintenlang und Franz Ferdinand Wörle. Die Stahlstele Wörles hat beispielsweise eine große rechteckige Aussparung, durch die der Betrachter einen Ausschnitt des Gartens wie ein Bild betrachten kann. Und Eliza Franzoni hat mit ihrer Installation aus Ziegelsteinen, Zeichnungen und kleinen Objekten das Thema Treppen auf Störstellen untersucht.

Mit den Künstlern ins Gespräch kommen

Sehr angetan äußern sich auch die teilnehmenden Künstler über die sehr gute Organisation und den Austausch untereinander. Auch für Bürgermeister Lorenz Müller ist das Symposium ein voller Erfolg: „Ich freue mich, dass Schwabmünchen so viel Inspiration zu tollen Kunstwerken geben konnte“, schwärmt er. Und beim anschließenden Sommerfest gab es reichlich Gelegenheit mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen und die fetzige Musik der Red Hot Serenaders zu genießen.

Nur einem Wermutstropfen gibt es für die Beteiligten – dass es schon vorbei ist. Aber in zwei Jahren soll das nächste Künstlersymposium stattfinden.

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