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Musik

04.01.2019

Schwarzachtaler erfreuen ihr Publikum

Großes Blasorchester unter der Leitung von Dirigent Markus Kolb.
Bild: Dirk Förster

Breitgefächertes Repertoire erntet in der Klimmacher Pfarrkirche viel Beifall

In der voll besetzten Pfarrkirche Klimmach boten die Schwarzachtaler vor Kurzem ihren Zuhörern ein Konzerterlebnis der besonderen Art. Durch das Programm führten charmant Paula und Philomena Mögele.

Den Anfang machten die Jungbläser unter der Leitung von Stefanie Fischer. Groß war die Aufregung, hatten sie doch in dieser Formation ihren ersten Auftritt. Mit den Stücken „Hedwig’s Theme“, der berühmten Melodie aus dem Kinofilm „Harry Potter“, und „Believe“, aus dem Film „Der Polarexpress“, meisterten sie ihre Premiere dennoch mit Bravour. Danach nahm die Jugendkapelle mit ihrem Dirigenten Udo Dworschak, der derzeit Diana Brandmair vertritt, im Chorraum der Kirche Platz. Sie begaben sich mit „Hadrian’s Wall“ von Robert Smith auf eine musikalische Reise ins England vor fast 2000 Jahren. Mit feinem Klang interpretiert, tauchten die Zuhörer ein in diesen Schmelztiegel der Kulturen, mit florierendem Handel und blutigen Konflikten, den römischen Soldaten und der prächtigen Architektur. Im weiteren Programm ging es mit „Cinemania“ von Robert Finn ab nach Hollywood. Bei genauem Hinhören konnte man in den stimmungsvollen Klängen die Geschichte, die durch die Musik vermittelt werden sollte, vor seinem geistigen Auge erkennen. Handelte sie doch von typischen Filmelementen wie dem tragischen Helden, der großen Liebe, dem Kampf Gut gegen Böse und nicht zuletzt dem Sieg über das Böse. Ein Highlight setzte das siebenköpfige Schlagzeugensemble unter der Leitung von Annette Ortler. Mit den Stücken „Merry Mallets“ und „Ukrainian Bell“ zeigten sie, dass sie nicht nur begleitend, sondern auch gekonnt solistisch im Vordergrund stehen können.

Im Anschluss nahm das große Blasorchester mit ihrem Dirigenten Markus Kolb im Altarraum Platz. Mit einer majestätischen Fanfare der Blechbläser begann die Kapelle mit der klangvollen Opern-Ouvertüre „Valhalla“ von James L. Hosay ihren musikalischen Reigen. Ein weiteres Highlight setzte die Flügelhornistin Andrea Ortler. In „Adagio aus dem Concierto de Aranjuez“ brillierte sie mit ihrem Instrument und setzte die durch den Komponisten Joaquin Rodrigo beschriebene Klagemelodie gekonnt und mit viel Gefühl um.

Es folgte „Terra Pacem“ von Mario Bürki in dem der Komponist den Wunsch der Menschheit nach Frieden unter allen Völkern beschreibt. Der Beginn des Werks symbolisiert den Herzschlag der Erde, während das sich anschließende Hauptthema die Unerreichbarkeit des Wunsches nach Frieden darstellt. Das Werk endete mit einem voluminösen Dur-Akkord, der durch einen letzten Herzschlag abgeschlossen wird – als Symbol für die ewige Spirale zwischen Frieden und Krieg, welcher seit Jahrtausenden auf unserer Erde herrscht. Darauf schloss sich der Soundtrack zum Film „Out of Africa“ an, ehe zum Schluss die Suite mit den schönsten Melodien aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ein Lächeln ins Gesicht, vor allem der weiblichen Zuhörer, zauberte.

Nach lang anhaltendem Applaus gehört es schon zur Tradition des gelungenen Konzertabends, die Zuhörer mit einer gemeinsam mit dem Orchester intonierten Weise mit den besten musikalischen Grüßen für das kommende Jahr in eine friedvolle Vor- und Hauptweihnachtszeit zu verabschieden. In diesem Jahr erfüllte „Macht hoch die Tür“ zum Abschied die Mauern von Mater Dolorosa. (SZ)

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