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Reinhartshausen

14.01.2019

Schwere Einsätze fordern die Feuerwehr Reinhartshausen

Zur Ehrung trafen sich: (von links) Norbert Arbter, Bürgermeister Bernd Müller, Kreisbrandmeister Stefan Vonay, Johann Zikeli, Hermann Frey, Erwin Biber, Kommandant Markus Mayr, Josef Berger, Rudolf Mayr, Reinhold Mair und Kreisbrandinspektor Günter Litzel.
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Zur Ehrung trafen sich: (von links) Norbert Arbter, Bürgermeister Bernd Müller, Kreisbrandmeister Stefan Vonay, Johann Zikeli, Hermann Frey, Erwin Biber, Kommandant Markus Mayr, Josef Berger, Rudolf Mayr, Reinhold Mair und Kreisbrandinspektor Günter Litzel.
Bild: Anja Fischer

Todesfälle bringen in Reinhartshausen auch die Helfer an die Grenzen der Belastbarkeit.

Im Einzelfall ging es unter anderem um erschütternde Notfälle, die Betroffennen ebenso wie den Helfern viel abverlangte. In der statistischen Gesamtschau war es eine imposante Bilanz, welche die Freiwillige Feuerwehr Reinhartshausen für ihre aktiven Wehr und den Verein anlässlich der Jahreshauptversammlung in der Alten Schule zog.

Kommandant Markus Mayr muss das nicht unbedingt haben, im grunde wünscht auch er sich ein ruhigeres Jahr für sein Dorf. Doch 2018 hatte er ein Plus von vier Einsätzen und damit insgesamt zwölf Einsätze zu verzeichnen . Diese reichten von der Entfernung umgestürzter Bäume über Tragehilfe für den Rettungsdienst bis zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem zwei junge Menschen ums Leben kamen. „Das war ein sehr schwerer Einsatz für uns, den man zum Glück nicht alle Tage hat“, fasste Markus Mayr zusammen und erklärte: „Um es unseren Kameraden, die hier im Einsatz waren, leichter zu machen, das Geschehene zu verarbeiten, haben wir zur Einsatznachbereitung das PSNV-E-Team (Psycho-Soziale-Notfall-Versorgung für Einsatzkräfte) zur Nachbesprechung eingeladen.“ Er, so Mayr, begrüße die Einrichtung eines solchen Dienstes zur Nachbereitung traumatischer Einsätze.

Brennendes Holzlager und Keime im Trinkwasser

Ein brennendes Holzlager, ein Verkehrsunfall ohne Personenschaden, die Beseitigung unwetterbedingter Behinderungen und die Information der Bevölkerung wegen der Trinkwasserverkeimung im Sommer waren weitere Einsätze, die es für die Reinhartshauser Wehr zu bewältigen galt. Das Einsatzjahr endete mit dem Binden von Betriebsflüssigkeiten, berichtete der Kommandant. Alle Bereiche der Feuerwehrtätigkeit waren damit 2018 abzudecken.

142 Mannstunden wurden in Reinhartshausen für die Einsätze aufgewandt, die Zahl der Übungsstunden, um immer bestens vorbereitet zu sein, ist ungleich höher: 1 017 Mannstunden fielen hier in 42 Gruppenübungen an. Dazu kommen noch einmal rund 140 Stunden für die beiden Gerätewarte Stefan Bosch und Stefan Drexel, welche unter anderem das komplette Gerätehaus und das Einsatzfahrzeug überprüft und das vorhandene Material aufgelistet haben.

Renovierung des Schulhauses beschäftigt Feuerwehrverein Reinhartshausen

Nicht viel weniger los war beim Feuerwehrverein, wie dessen Vorsitzender Hans Dieminger bekannt gab. „Uns hat vor allem die Renovierung unseres Schulhauses beschäftigt, da haben wir mit allen Ortsvereinen zusammengeholfen“, so Dieminger. Insgesamt seien knapp 500 Stunden ehrenamtlich geleistet worden. Daneben stand das Gesellige beim Verein im Vordergrund: die traditionelle Maibaumfeier, der Ausflug der Ortsvereine an die Mosel, ein Radausflug, die Fronleichnamsprozession, die Teilnahme am Ferienprogramm und eine Besichtigungsfahrt sorgten dafür, dass auch der kameradschaftliche Teil des Feuerwehrlebens nicht zu kurz kam.

Kreisbrandinspektor Günter Litzel lobte so viel Engagement und ermunterte die Wehr nur in einem: „Vielleicht finden auch in Reinhartshausen Frauen zur aktiven Wehr“, so Litzel. Er bat die Kameraden vor allem um Vorsicht bei Einsätzen während heftiger Stürme. „Um eine Eigengefährdung zu vermeiden, ist es unbedingt wichtig, bis zum Ende des Sturms zu warten, um umgestürzte Bäume von der Straße zu entfernen“, meinte er.

Auch Bürgermeister Bernd Müller zeigte sich beeindruckt, wie toll Vorsitzender Hans Dieminger und Kommandant Markus Mayr „ihren Laden im Griff“ haben. Allerdings sei dies wohl in Reinhartshausen nicht allzu schwer, denn dort halte das Dorf einfach noch zusammen, wenn es um gegenseitige Hilfe und gemeinsame Veranstaltungen gehe. Müller bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz für die Allgemeinheit und wünschte für das neue Jahr möglichst wenige Einsätze.

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