Königsbrunn

14.03.2015

Schwung im Schulalltag

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Der Rap-Workshop-Leiter Stefan Beckenbauer (links) arbeitet engagiert mit den Jugendlichen. In der Aula der Brunnenschule lernen Gymnasiasten und Brunnenschüler unter Anleitung von Tanja Kuschill (Mitte) verschiedene Standardtänze, woraufhin Valentin Föhner mit Christina Schuster die Schritte für Tschive einübt.

Tanz und Rap, Graffiti und Malen bringt Schultypen zusammen

Raus aus dem Schulalltag – rein in kreativen Workshops. Das war bei den Jugendkulturwochen für viele Schüler aller Schulen in der Stadt möglich (wir berichteten). Das besondere bei diesem vom Königsbrunner Projekt, einer Plattform für alle Schulen in der Stadt, organisierten Projekt: Die Angebote werden immer für Schüler unterschiedlicher Schultypen organisiert. Ein Schwerpunkt war heuer der bei der Jugend beliebte Rap-Gesang.

Mit Stefan Beckenbauer hatte das Kulturbüro einen Workshopleiter engagiert, der sich mit Leib und Seele einbrachte. Schüler aus der Grundschule Süd und dem Fritz-Felsenstein Haus hatten mit ihm viel Spaß. Beckenbauer vermittelte dabei auch Wissen über die Grundstrukturen, die ein guter Rap braucht. Dabei erwartet er Disziplin. „Wo ist die Stecknadel?“ fragt er bei erhobener Hand und die Schüler folgen ihm. Der Sozialpädagoge fördert ein Gefühl für Rhythmus und Takt – und die Neugier an Sprache, an Reimen „Was sonst im Deutschunterricht verpönt ist, wird hier mit Freude und Eifer gesucht und gefunden“, staunt da Deutschlehrer Andreas Förg.

Das Ende des Workshops kommt viel zu früh

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Beckenbauer bestärkt die Schüler, sich etwas zuzutrauen „ Am Anfang geht es um Ideen, nicht um gut oder schlecht“, so seine Botschaft. Am Ende wollen sie ihn nicht gehen lassen. „Wann machen wir das wieder?“, heißt es. 15 Stunden hat er insgesamt mit Schülern gearbeitet.

Ähnliches bei Tanja Kuschills Workshop mit Standardtänzen. Brunnenschüler und Zehntklässler vom Gymnasium üben in der Aula Discofox, Cha-cha-cha und Jive. Auch hier ist Spaß und Disziplin zu erleben, auch hier gibt es Lektionen für den Alltag: „Wie fordert man die Dame auf? Wie erwidert man die Anfrage? Freundlich, mit einem Lächeln!“, ist die gar nicht beiläufige Botschaft der Tanzlehrerin. Auch hier muss man Anweisungen beachten, die Schrittfolgen werden von Mal zu Mal komplizierter. Die Tanzpaare sind nach Möglichkeit gemischt. David Hertel und Christina Weiß aus der Brunnenschule sind bei der Sache. Die 17-jährige Brunnenschülerin genoss es offensichtlich, wie der charmante Gymnasiast sie bei den Drehungen schwungvoll führt. Als die Tanzstunde vorbei ist, fließen bei Christina gar die Tränen. Sie bedrängt Tanja Kuschill, es möge nächste Woche weitergehen. Ein bisschen Hoffnung kann ihr da Lehrkraft Dorothea Bräutigam machen. Nicht für die kommende Woche, aber aus dem Workshop könnte sich vielleicht ein längerfristiges Angebot an der Schule ergeben. So wie 2014, als sich ebenfalls aus dem Königsbrunner Projekt eine Hip-Hop-Tanzgruppe mit einer Lehrerin vom TSC Dancepoint entwickelte. „Wir bekommen durch das Königsbrunner Projekt viele neue Kontakte, das ist großartig“ betont Bräutigam.

Nicht so froh sind Vertreter der Förderschulen, dass die Abschlusspräsentation für die Stadt am kommenden Samstag im Kino Cineplex stattfindet. Ein Wochenendtermin sei für ihre Schüler, die ja oft auswärts wohnen, schwierig. Sie wünschen sich, dies im kommenden Jahr zu ändern. Eine große Aula stehe ja in zwei Förderschulen zur Verfügung.

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