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Großaitingen

21.11.2018

Senioren wohnen mittendrin

Die Südansicht des neuen Hauses zeigt die Dimension der neuen Senioren-Wohnanlage an der Hopfenseestrasse in Großaitingen.
Bild: Elmar Knöchel

In der neuen Senioren-Wohnanlage in Großaitingen sollen die Bewohner in das Leben im Ort eingebunden werden. Anfangs gab es Vorbehalte.

„Nach fünf Jahren intensiver Beratungen, Planungen und Bauzeit und dem Überwinden nicht unerheblicher Widerstände, freut es mich besonders, dass Großaitingen nun wieder ein Stück lebenswerter wird“, sagte der Senniorenbeauftragte Paul Steidle zu seiner Gefühlslage. Es sei für ihn schon überraschend, bisweilen auch deprimierend gewesen, wie groß die Vorbehalte gegen das Projekt zu Anfang waren.

Umso befriedigender sei es jetzt, das fertige Haus zu sehen und in die Augen der erfreuten Bewohner zu sehen. Gefeiert wurde im Aufenthaltsraum der Einrichtung, dem „cafe mittendrin“. Dies solle auch gleich vorgeben, was sich Steidle wünscht. Die Senioren, die bereits seit Mitte des Jahres in dem Haus an der Singold lebten, sollen in Großaitingen „mittendrin“ sein. Das Projekt solle nicht als eine „Altenhilfe-Insel an der Singold“ wahrgenommen werden, sondern als ein Teil der zu Großaitingen gehört.

Hemmschwellen abbauen

Zusätzlich wünsche er sich, dass durch dieses Haus auch Hemmschwellen abgebaut werden, um die bereits vorhandenen sozialen Dienste in Großaitingen besser zu nutzen. Als Beispiel nannte er den Fahrdienst. Anscheinend hätten viele noch Bedenken, den Service zu nutzen. Er hoffe, dass sich das ändern wird und auch andere Angebote Beachtung fänden.

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Der Leiter der Sozialstation Schwabmünchen, Andreas Claus, bedankte sich bei den Bewohnern. „Denn schließlich sind sie es, die das Haus mit Leben füllen. Sie sind die eigentlichen Gastgeber am heutigen Tag. Danke, dass Sie da sind.“ So stellte er den Sinn dieser Einrichtung und der Feierstunde klar heraus. Einen zentralen Platz im Ort zu schaffen, wo Senioren möglichst lange ein sorgenfreies und nach ihren Bedürfnissen gestaltetes, selbstbestimmtes Leben führen könnten. Er bedankte sich auch bei den engagierten Mitarbeitern der Sozialstation, die als Betreiberin des „Betreuten Wohnens Großaitingen“ fungiert. „Ohne unsere tollen Mitarbeiter wäre der Betrieb eines solchen Hauses nicht möglich“, lobte Claus.

33 Wohnungen für Senioren

Maximilian Layer, der Vertreter des Bauträgers, der Layer Wohnen Bauträger GmbH, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligter: „Es war ein komplexes Bauvorhaben. Auf circa 7500 Quadratmetern Nutzfläche sind 33 Wohnungen und zwölf Bungalow-Hälften entstanden.“ Er wies auch ausdrücklich darauf hin, dass in Schwabmünchen in den kommenden Jahren ein ähnliches Projekt verwirklicht werden solle. Denn es müsse auf die sich ändernden Lebensstrukturen, gerade im Bezug auf eine älter werdende Gesellschaft, auch entsprechend reagiert werden.

Anschließend stellten sich die ständigen Mitarbeiterinnen der Sozialstation direkt vor. Mit einem lustigen Gedicht „Rotkäppchen heute“, in dem sie das durchaus aktive „Seniorenleben“ etwas auf die Schippe nahmen, freuten sie sich auf eine schöne Arbeit im neuen Haus. Und sie versprachen, immer ein „offenes Ohr“ für die Belange der Bewohner zu haben.

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