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Großaitingen

23.07.2018

Seniorenfahrdienst bleibt bestehen

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2 Bilder
Der Seniorenfahrdienst in Großaitingen bleibt erhalten.
Bild: Foto: Jürgen Ober

Die Nutzerzahlen in Großaitingen steigen, sodass das Angebot erst mal fortgeführt wird. Was die Gemeinde gegen das Insektensterben tun will und warum für Wertstoffcontainer ein neuer Platz gesucht wird

Im Juni 2016 entschied sich der Gemeinderat für die probeweise Einführung des Seniorenfahrdienstes des Vereins Seniorenservice Schwabmünchen in Großaitingen. Dieser Fahrdienst läuft seit Jahren im Bereich Schwabmünchen und Hiltenfingen sehr erfolgreich. Die Gemeinden tragen mit einem Euro pro Einwohner und Jahr zur Finanzierung bei. In Großaitingen dauerte es etwas, bis dieser Service bekannt und akzeptiert wurde. Im ersten Halbjahr wurden nur 18 Einzelfahrten gebucht. Nach dem ersten Probejahr gab der Gemeinderat im Mai 2017 die Zustimmung, die Dienstleistungen des Vereins ein weiteres Jahr in Anspruch zu nehmen. Dabei wurde der Kostenanteil der Gemeinde Großaitingen auf 50 Cent pro Einwohner ermäßigt.

Andreas Claus vom Seniorenservice Schwabmünchen hat nun erneut eine Auswertung aufgestellt, die den gesamten Zeitraum der bisherigen Nutzung betrachtet. So gab es 2017 exakt 100 Einzelfahrten, die von acht Personen gebucht wurden. Den deutlichen Anstieg im zweiten Halbjahr führt Claus vor allem auf die verstärkte Werbung mit der Verteilung eines eigens für Großaitingen erstellten Flyers zurück. Im ersten Halbjahr 2018 stieg die Nutzung bereits auf 102 Einzelfahrten an, die von 18 Personen in Anspruch genommen wurden. Auffallend ist laut Bürgermeister Erwin Goßner, dass bisher nur Großaitinger Bürger diesen Dienst in Anspruch nehmen. In den Ortsteilen Reinhartshofen und Hardt wurden noch keine Fahrten angefordert. Damit reduzierte sich der Kostenaufwand der Gemeinde pro Fahrt von anfangs 250 Euro auf zwölf Euro. Aufgrund dieser positiven Entwicklung schlug Goßner vor, den Seniorenfahrdienst zu den gleichen Konditionen wie bisher weiterlaufen zu lassen. Der Gemeinderat stimmte einer weiteren Nutzung des Seniorenfahrdienstes grundsätzlich zu. Diese Zustimmung gilt als vorläufig und hängt von der weiteren Nutzung sowie den Ergebnissen der Neukalkulation einer Kostenbeteiligung durch die Kommunen ab. Im gesamten Gebiet mit Schwabmünchen und Hiltenfingen wurden 2017 etwa 2700 Einzelfahrten gebucht.

Größtes Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier

Imkerverein Der Imkerverein Großaitingen hat sich mit einer Eingabe an den Gemeinderat gewandt, die den Sachverhalt des Arten- und Insektensterbens beleuchtet und zwei Punkte zur Diskussion stellt. In dem Antrag heißt es unter anderem: „Wir erleben zurzeit das größte Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier.“ Davon sind vor allem die Fluginsekten betroffen. Ein wesentlicher Grund sind die ausgeräumten Fluren und Wiesen, die zu oft gemäht werden, und auch die Intensivlandwirtschaft mit dem Einsatz zahlreicher Spritzmittel. „Wir als Imkerverein erleben aus nächster Nähe die deutliche Verschlechterung des Vitalitätszustandes unserer Bienen, die mit dem fehlenden Trachtangebot zu kämpfen haben.“ Deshalb ersucht der Imkerverein die Gemeinde um die Vergabe umweltverträglicher Pachtverträge. In den Statuten solle geregelt werden, dass Grünland nur noch maximal dreimal jährlich gemäht werden darf, um die Artenvielfalt zu fördern und für Insekten ein ausreichendes Nahrungsangebot zu sichern. Auch die gemeindeeigenen Grünflächen sollen nur noch zweimal jährlich gemäht werden dürfen, einhergehend mit dem Verbot von Spritzmitteln. So könnten wichtige ökologische Trittsteine in einem Blühverbund für Insekten entstehen. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag zur Änderung in der Pflege von gemeindlichen Grünflächen zu. Dazu werden gemeinsam von der Verwaltung und interessierten Ortsvereinen geeignete Flächen bestimmt und Pflanz- sowie Bewirtschaftungslösungen erarbeitet. Zudem beauftragt der Gemeinderat die Verwaltung, die Vergabe von zukünftig zu verpachtenden Wiesenflächen hinsichtlich der vom Imkerverein geforderten Bewirtschaftung und unter dem Aspekt eines Umbruchverbots zu prüfen.

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Gartenbau und Landschaftspflege Der Verein für Gartenbau und Landschaftspflege möchte eine Kinder- und Jugendgruppe gründen und sich an der Jugendarbeit im Ort beteiligen. Als Gruppenraum bietet sich der Aufenthaltsraum in der umgebauten Mosterei an. Für die Jugendgruppe soll ein Grünstreifen auf der Südseite des Gebäudes als Obst- und Gemüsegarten angelegt werden. Dieser Antrag fand die uneingeschränkte Zustimmung des Gemeinderates.

Standort am Friedhof wäre ideal

Wertstoffcontainer Grundsätzlich begrüßte der Gemeinderat auch den zweiten Antrag des Vereins auf Beseitigung der Glas- und Dosencontainer vor der Mosterei in der Friedenstraße. Problematisch war aber die Findung eines anderen geeigneten Standortes. Brigitte Dieminger (SPD) wandte ein, dass die Container auch für ältere Leute ohne Auto gut erreichbar sein sollen, und da sei der Standort gegenüber dem Friedhof ideal. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, mögliche Standorte für die Wertstoffcontainer zu ermitteln und mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises eine Verlegung zu prüfen.

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