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Königsbrunn

09.10.2017

Shoppingspaß mit Glühwein und Wollmütze

Mützen waren der Renner: Am Stand von Alketa Kllokoqi aus Kempten probierte Johanna Bommler (orange Jacke) mehrere Modelle und ließ sich auch von den mitgebrachten Freundinnen beraten.
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Mützen waren der Renner: Am Stand von Alketa Kllokoqi aus Kempten probierte Johanna Bommler (orange Jacke) mehrere Modelle und ließ sich auch von den mitgebrachten Freundinnen beraten.
Bild: Claudia Deeney

Auf der Bürgermeister-Wohlfarth-Straße ist am Marktsonntag trotz Schmuddelwetters einiges los. Während sich die Kunden nicht schrecken lassen, sind einige Anbieter nicht gekommen.

„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, sagt ein deutsches Sprichwort und dem stimmten sowohl Händler und Flohmarktanbieter, als auch die Besucher des Königsmarktes am gestrigen Sonntag uneingeschränkt zu. Jedenfalls diejenigen, die sich trotz des eher ungemütlichen Windes und immer wieder einsetzenden Regens draußen aufhielten. Die einen, weil es ihre Profession ist, wie Herrmann Mutz vom Kaminbau Steidle und die anderen, weil es ihr Hobby ist, wie Maria Schröpfer aus Augsburg.

Mutz hatte mit seinen Öfen für diese Wetterlage sogar ideale Bedingungen, wie er sagt: „Wenn es zu schön ist, gehen die Leute in die Berge zum Wandern, so kommen sie auf den Königsmarkt.“ Und können sich sogar bei ihm aufwärmen, was auch die Zweite Bürgermeisterin Barbara Jaser und ihr Mann Karl-Heinz gerne taten.

Hobbyhändler loben die Königsbrunner Atmosphäre

Maria Schröpfer hingegen macht es einfach Freude und Spaß, sich als Flohmarktanbieterin zu betätigen, wie sie erklärt: „Ich bin zum ersten Mal auf dem zeitgleich zum Königsmarkt stattfindenden Flohmarkt dabei und es gefällt mir hier sehr gut.“ Es würde sich unter den Hobbyhändlern herumsprechen, dass die Atmosphäre in Königsbrunn immer sehr locker und nett sei, erzählt sie weiter.

Ebenfalls ein Vorteil des nicht so guten Wetters war für die Gebrauchtwarenverkäufer, dass sie ausschlafen konnten. „Ich war erst um 10 Uhr da und habe trotzdem einen guten Standplatz bekommen“, freute sich Rita Biederwolf. Auch sie ist zum ersten Mal als Anbieterin dabei und feilscht gekonnt mit ihren Interessenten. Da geht es um 50 Cent und das scheinen beide Seiten doch sehr ernst zu nehmen. Als sie sich einig sind, wechselt die Jacke die Besitzerin. Martina Englmeier steht als weitere Kundin daneben und wundert sich, dass trotz des schlechten Wetters so viel los ist und sich so viele Anbieter her getraut haben. Denn wenn es anfängt zu regnen, dann haben diese, im Gegensatz zu den professionellen Händlern, außer Schirmen und manchmal auch einem offenen Kofferraum keinen Schutz für ihre Waren.

Lücken auf dem Markt und dem Flohmarkt

Regelmäßigen Besuchern des Königsmarktes fällt aber sofort auf, dass es doch einige Absagen gegeben haben muss. Es gibt Lücken zwischen den Ständen und auch Flohmarktanbieter sind viel weniger als sonst dabei. Das bestätigt auch Roland Krätschmer vom Ordnungsamt. Es seien einige der vorher angemeldeten Händler nicht erschienen. Das passiere eigentlich immer wieder, aber aufgrund der schlechten Wettervorhersage waren es leider doch ein paar mehr als sonst.

Auch die angemeldeten Karusselle, die traditionell auf dem Parkplatz vom Gasthof Krone ihren Standort haben, sind nicht aufgetaucht. Diese hätten bereits am Samstag aufbauen sollen, aber nicht ein einziger Betreiber sei gekommen, erklärt Herrmann Huber, der Pächter des Gasthofes. Für ihn ist das kein Schaden: Ob es nun draußen vor seinem Wintergarten blinkt und tutet oder nicht, die Gäste kommen trotzdem gerne ins Warme und stärken sich.

Zum kalten Wetter die richtige Mütze

Und diese Hartgesottenen, die es braucht um einen Königsmarkt erfolgreich zu gestalten, kann auch schlechtes Wetter nicht abhalten. Wer noch keine geeignete Mütze hat, findet sie sicher, so wie Besucherin Johanna Bommler, die zusammen mit Freundinnen das geeignete Modell sucht. Es soll ja nicht nur warm sein, sondern auch gut aussehen. Gut schmeckt es der Runde an der Sektbar von Jürgen Langhammer. Da stärken sich die Gäste mit rotem und weißem Glühwein, um sich auch innerlich Wärme zuzuführen und setzen um, was ihr Wirt empfiehlt: „Man muss sich den Gegebenheiten einfach anpassen, dann passt es schon.“

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