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Königsbrunn

13.11.2017

Sie halten erst, wenn wieder die Sonne scheint

Die Rallye nach Westafrika Meilen-fuer-kinder.de startet. Der Lastwagen von Josef Stimpfle und seiner Schwester Adelheid Wagner ist voll bis oben hin.
Bild: Claudia Deeney

Die Mitglieder des Vereins Meilen-fuer-Kinder.de brechen von Königsbrunn zu ihrer Rallye-Tour nach Westafrika auf.

„Wir halten erst wieder da an, wo die Sonne scheint“ – das waren die offiziellen Abschiedsworte von Roland Krätschmer, dem Vorsitzenden des Vereins Meilen-fuer-Kinder.de. Gerichtet waren sie an die zahlreichen Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen und Familienangehörigen, die gekommen waren, um die Teilnehmer der Charity-Autorallye 2017 Dresden-Banjul zu verabschieden.

Nur ein halber Scherz

Krätschmers Worte waren nur halb als Scherz gemeint. Die erste Etappe von Resi’s Jägerhaus im Süden der Brunnenstadt startete pünktlich am Samstag um 13 Uhr und zwar im strömenden Regen. Rund zwölf Stunden sollte sie dauern, bis nach Spanien sollten die insgesamt sechs Fahrzeuge mit zwölf Teilnehmern kommen. Anhalten wollte das Team nur noch mal in Freiburg, um dort die Beifahrerin und Schwester von Wolfgang Stimpfle aus Augsburg abzuholen.

Nicht nur er fährt mit einem Familienmitglied die dreiwöchige Tour nach Gambia/Westafrika, sondern alle anderen Teams auch. Entweder als Lebensgemeinschaft, als Vater-Kind-Team oder in der Kombination Schwiegervater und Schwiegersohn, wie Gerhard Bayrle und Thomas Linke: „Das klappt gut“, versichert Linke, der bereits zum dritten Mal dabei ist. Seine Frau Yasmin (Tochter von Gerhard Bayrle) lässt ihn mit gemischten Gefühlen für so eine lange Zeit ziehen. „Vor allem die vier bis fünf Tage, wenn während der Wüstenfahrt keine Handy-Verbindung mehr besteht, bin ich immer etwas beunruhigt“, sagt sie.

Automechaniker ist mit an Bord

„Er muss aber mit“, kontert Krätschmer. Denn Linke ist ein wichtiger Mann im Team. Als Automechaniker bei Mercedes-Schäfer in Königsbrunn ist nämlich er derjenige, der es richten muss, wenn etwas unterwegs an den Fahrzeugen kaputt geht. Und das war bisher fast immer der Fall. „Auf den Fotos die er mit nach Hause bringt, ist er immer nur unter einem Fahrzeug oder mit dem Kopf in einer Motorhaube zu sehen“, scherzt seine Frau, während der letzten gemeinsamen Mahlzeit in Resi‘s Jägerhaus.

„Gute Fahrt und vor allem kommt gesund und munter wieder. Wir brauchen euch ja noch“, so lauteten denn auch die Wünsche von Bürgermeister Franz Feigl, der zusammen mit seiner Stellvertreterin Ursula Jung (3. Bürgermeisterin) gekommen war. Für die Organisatoren in Banjul hatten sie Fotobände der Tour 2013 mitgebracht.

Mit vier Wagen unterwegs

Die vier Fahrzeuge des Königsbrunner Teams starteten vollgepackt bis unters Dach mit Spenden aller Art. Neben den beispielsweise 1000 Kuscheltieren haben die Fahrer auch einen Spendenscheck über 5000 Euro im Gepäck, gesammelt von den vielen Unterstützern.

Als Teilnehmer haben sich dieses Jahr zwei Teams aus Wessobrunn (zwischen Landsberg und Weilheim) mit angehängt. „Wir fahren zum ersten Mal mit und für uns macht es keinen Sinn erst bis nach Dresden zu fahren und dann wieder zurück“, sagten die vier, die mit zwei Mitsubishis dabei sind.

Wenn alles glattgeht, ist die Versteigerung der insgesamt circa 35 Fahrzeuge in drei Wochen in Banjul. Die Königsbrunner sind eine Woche länger in Westafrika, bis sie auf eigene Kosten nach Hause fliegen. In dieser Zeit wollen sie die verschiedenen Hilfsprojekte besuchen und kennenlernen, die mit dem Geld aus dem Erlös der Versteigerung unterstützt werden. Am Sonntag des Niklausmarktes, 10. Dezember,sind sie voraussichtlich wieder da und freuen sich dort von ihren Erlebnissen zu berichten.

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