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Schwabmünchen

25.08.2017

Singoldsand Festival 2017: Die Singold plätschert, die Töne sprudeln

Dies gibt es nur in Schwabmünchen beim Singoldsand Festival. Zur Eröffnung am Freitag spielte das Wetter wieder einmal mit und so mancher Besucher gönnte sich zur Erfrischung eine kleine Kneipp-Kur in der Singold.
Bild: Matthias Schalla

Friedlich und ausgelassen feiern die Besucher den ersten Tag des Singoldsand Festivals in Schwabmünchen an der Geyerburg. Am Samstag um 15.30 Uhr geht es weiter.

Pünktlich um 15.30 Uhr ist es am Freitag soweit. Lässig wie die ersten eintrudelnden Besucher erklingen die Töne der Bass Drum von Louis Lonesome & The Walking Dead auf der Strandbühne. Der Ansturm auf das Singoldsand Festival hält sich in diesem Jahr in Grenzen. Aus gutem Grund. „Im Vergleich zum Vorjahr gibt es keinen freien Verkauf an der Tageskasse mehr“, sagt Sebastian Baiter, Sprecher des ehrenamtlichen Organisationsteams. Und wer eines der begehrten Tickets ergattern konnte, wusste ja, da er auf das Gelände komme, nicht anstehen und weder hoffen noch bangen muss.

Singoldsand Festival 2017: Das Gelände füllte sich schnell

So entspannt wie der Beginn des Festivals, so schnell füllte sich aber das Gelände. Für Helga Huber eine gute Gelegenheit, sich erst einmal n aller Ruhe einen Überblick zu verschaffen. Die 76-Jährige ist das erste Mal auf dem Festival und schlendert zusammen mit ihrer Tochter Christine Kerke um die Geyerburg. „Es ist unglaublich und einfach nur fantastisch, was die Jugendlichen hier geschaffen haben“, sagt die Seniorin. Zwar treffe die Musik nicht unbedingt ihren Geschmack, „aber ich will trotzdem alles sehen und finde, es ist ein sehr schönes Miteinander“, lobt  die 76-Jährige.

Beschwerden einiger Anwohner über den Lärmpegel kann die Seniorin nicht vollziehen. „Es ist doch nur zwei Tage im Jahr“, sagt sie. Diese Beeinträchtigung sei vergleichbar, wenn der eigene Nachbar Geburtstag feiere. „Das toleriert man doch auch und feiert einfach mit.“ Ein ganz besonderes Interesse hat natürlich ihre Tochter an dem Festival. „Mein Sohn hat beim Aufbau mitgeholfen“, sagt Christine Kerker. Nun wolle sie sich auch davon überzeugen, „dass er auch alles gescheit gemacht hat“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Dies ist offenbar der Fall. Ein ruhiger Nachmittag war es aber auch für das Team des Sicherheitsdienstes United Security aus Augsburg. „Das Singoldsand Festival ist immer super friedlich“, sagt einer der 15 Mitarbeiter. Ab 19 Uhr verstärken fünf weitere Kräfte das Sicherheitsteam. Eingreifen muss bis Redaktionsschluss aber niemand, es bleibt wie immer friedlich. Der Schwabmünchner Fotograf Lothar Zull kennt auch den Grund.

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„Die Originalität des Festivals gefällt mir sehr gut“, sagt der Künstler. Man merke sofort, dass es die Leute mit viel Herzblut und sehr gerne organisieren. In gleiche Horn stößt auch Schwabmünchens Buchhändler Albert Schmid, der zusammen mit seinem Sohn das Festival besucht. Er ist zum ersten Mal vor Ort und dies aus einem ganz besonderen Grund. „Von wegen Lisbeth“, sagt er und meint damit die Berliner Band, die vor allem durch ihren Indie-Pop und Rock mit elektrischer Harfe und Steel-Drum überzeugt. Doch ganz im Sinne des Festivals gibt es auch noch einen zweiten Grund. „Ich will den Altersdurchschnitt steigern“, sagt er. Beim Theaterbesuch in Augsburg sei er nämlich stets derjenige, der den Durchschnitt senkt.

Mischung aus frischem Deutschrock mit einem guten Schuss Punk

Bis Schmid und die immer größere Besucherschar sich aber gegen 22.30 Uhr „Lisbeth“ widmen können, werden sie bestens mit „Endlich Blüte“ aus der Nachbarstadt Augsburg unterhalten. Die vier Jungs heizen mit ihrer Mischung aus frischem Deutschrock mit einem guten Schuss Punk und einer Prise Babababuuu und ihren eigenen Texten die Stimmung den bei knapp 30 Grad ohnehin schon schwitzenden Besuchern ordentlich ein. Doch dafür gibt es ein tolles Gegenmittel. Eins, das es nur in Schwabmünchen an der Geyerburg gibt: ein erfrischendes Bad in der lässig wie die Töne von der Bühne dahinsprudelnde Singold.

Lesen Sie auch: Tipps zum Wochenende: Endlich Plärrer, endlich Singoldsand Festival  

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