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Bildung

03.12.2019

So gefährlich ist der Schulweg

Sie setzen sich für den Bau einer Schule in Nepal ein. Von links: Bürgermeister Rudolf Schneider, Heribert und Andrea Scherb, Kalpana Brem-Shrestha, Markus Brem und Schulleiterin Ulrike Nett.
Bild: Hieronymus Schneider

Kalpana Brem-Shrestha erzählt Schülern über die Herausforderungen in Nepal. Heribert Scherb aus Klosterlechfeld möchte dort eine Schule bauen lassen – und die ist sehr billig

Heribert Scherb aus Klosterlechfeld hat sich ein großes Ziel gesetzt: Er will eine Schule in Nepal bauen lassen. Dafür sammelt er Spenden und weckt das Interesse mit Informationen über die Situation des Landes am Fuße des Mount Everest. Mit Klosterlechfelds Bürgermeister Rudolf Schneider und der Leiterin der Klosterlechfelder Grundschule, Ulrike Nett, hat er zwei Unterstützer gefunden.

Die Schule hat eine Patenschaft zur Förderung des Schulbauprojekts übernommen. Damit die Grundschüler der Von-Imhof-Schule auch wissen, wofür diese gut ist, wurde Kalpana Brem-Shrestha zusammen mit ihrem Mann Markus Brem eingeladen. Sie stammt aus Nepal und ist dort zur Schule gegangen. Bei einem Studienaufenthalt in Indien hat sie ihren Mann kennengelernt.

Nach mehreren Jahren in verschiedenen Ländern lebt die Familie Brem seit 1999 in Gersthofen. Dort leitet der Diplom-Agraringenieur Brem eine Unternehmensgruppe und ist als Kommunalpolitiker der Freien Wähler im Kreis- und Bezirkstag vertreten. Nach allgemeinen Informationen über Nepal ging Brem-Shrestha vor allem auf das Schulsystem und die Lage der Schulkinder in ihrem Heimatland ein. So erfuhren die Klosterlechfelder Grundschüler, dass die Kinder in Nepal oft stundenlang zu Fuß gehen müssen, um ihre Schule zu erreichen.

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Wo es eine Busverbindung gibt, ist der meist so überfüllt, dass die Kinder auf dem Dach sitzen müssen. „Oft passieren dabei schlimme Unfälle“, sagt Brem-Shrestha. Viele Kinder werden von ihren Eltern überhaupt nicht zur Schule geschickt, weil diese unerreichbar ist oder die Kinder daheim zur Arbeit gebraucht werden. Im Jahr 2015 wurden in Nepal bei einem schweren Erdbeben viele Häuser und auch Schulen zerstört. „Deshalb habe ich diese Aktion ins Leben gerufen, damit die Kinder in Nepal wieder zur Schule gehen können, denn ohne Schulbildung haben sie wenig Entwicklungsmöglichkeiten“, erklärte Scherb den Klosterlechfelder Schülern.

Der Bau einer Schule in Nepal ist im Vergleich zu Deutschland extrem billig. Für etwa 32000 Euro kann dort eine erdbebensichere Schule mit der Anstellung von einheimischen Lehrern finanziert werden.

Die Klosterlechfelder Schüler basteln fleißig Weihnachtsdekorationen und verkaufen sie beim Adventsmarkt, um Spenden für eine Schule in Nepal zu sammeln. Über die Stiftung „Fly and Help“ des Reiseunternehmers Reiner Meutsch wird ein konkretes Projekt in Nepal dieser Aktion „Schule Klosterlechfeld“ zugewiesen. Scherb hat dafür ein Spendenkonto eingerichtet und wünscht sich viele Unterstützer, die den Bau einer Schule in Nepal fördern wollen. Er sichert zu, dass jeder Euro nur für den Schulhausbau verwendet wird und nicht in Verwaltungskosten versickert.

Empfänger ist Fly and Help, IBAN DE94573918000000005550, BIC lautet GENODE 51WW1. Als Verwendungszweck 1 muss „Gemeinde Klosterlechfeld“ angegeben werden, damit es diesem Projekt zugeordnet wird. Als Verwendungszweck 2 sind der Name und die Adresse des Einzahlers wegen der Spendenbescheinigung erforderlich. Weitere Informationen über diese Stiftung können im Internet unter www.fly-and-help.de eingesehen werden.

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