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Schwabmünchen

07.10.2019

So geht nachhaltige Hauswirtschaft

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Hier zeigt Stefanie Mayer, was aus einem alten Hemd alles werden kann.
Bild: Anja Fischer

Studierende zeigen wie Klimaschutz, Recyling und Upcycling funktionieren. Wie die Zukunft des Einkaufens aussehen kann und wie bei Waschmittel gespart werden kann.

Die Zukunft im Auge hatten die die Studierenden der Teilzeitschule für Hauswirtschaft in Schwabmünchen beim Tag der offenen Tür. Sie hatten sich im Vorfeld viele Gedanken dazu gemacht, was Hauswirtschaft in der heutigen Zeit bedeutet. Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Recycling – alles Schlagworte, die auch für die Hauswirtschaft zutreffen und dort umgesetzt werden können. Natürlich nur, wenn man weiß, wie es geht.

Genau das lernen die Schülerinnen während des anderthalbjährigen Studiengangs neben vielen anderen Dingen. Für das Programm beim Tag der offenen Tür haben sie zudem manche Sachverhalte noch einmal von allen Seiten beleuchtet.

Ein gutes Beispiel gibt hier das Leben einer Jeans. Im Schaubild wurde die Herstellung der beliebten Hose dargestellt und dabei darauf hingewiesen, dass so ein Kleidungsstück für die einzelnen Verarbeitungsschritte mehrmals rund um den Globus reist. Viel zu schade ist es deshalb, die so gern getragene Hose einfach wegzuwerfen, wenn sie kaputt ist. „Upcycling“ ist hier das Zauberwort, hinter dem sich die Idee verbirgt, alten Dingen neues Leben oder eine neue Bestimmung einzuhauchen.

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Was aus einem alten Hemd alles entstehen kann

Stefanie Mayer, Studierende an der Hauswirtschaftsschule zeigt den Besuchern gerne, wie das im Unterricht umgesetzt wird. „Bei uns wurde aus einem alten Hemd ein Kissenbezug und aus den Ärmeln haben wir noch hübsche Säckchen für Flaschenverpackungen genäht“, stellt sie vor und erzählt, dass den Schülerinnen durch diese Arbeiten noch viele weitere Ideen kamen. „Wir haben natürlich auch im Internet nachgesehen, dort vieles entdeckt, was man noch machen kann und das dann auch ausprobiert“, sagt sie. Der Anfangsimpuls, den sie in der Schule erhalten habe aber, der sei wichtig gewesen.

Ähnlich ist das in anderen hauswirtschaftlichen Bereichen. So haben die Schülerinnen Nachhaltigkeit am Beispiel von Palmöl dargestellt, zeigen Wege der Diversifizierung auf und geben Einblick in das laufende Semester.

Verpackungsmüll vermeiden

In der Küche gibt es nicht nur Kostproben von süßen und fruchtigen Brotaufstrichen, die in der Schule gefertigt wurden, sondern auch die Idee, als Geschenk doch gerne mal solche Dinge mitzubringen, anstatt immer nur etwas zu kaufen. Zugleich wurde die Zukunft des Einkaufens unter die Lupe genommen. Im Unterricht haben die Studierenden zudem gelernt, wie man Verpackungsmüll vermeiden kann. Gespart wird auch bei der Wäschepflege. Wie viel Waschmittel man wirklich braucht und wie weit das von den Vorgaben der Hersteller abweichen kann, zeigten die Schülerinnen im Hauswirtschaftsraum. Dort wurde auch auf einen sorgsamen Umgang mit Wasser hingewiesen. Herbstliche Dekorationen fanden sich überall in den Schulräumen. Das Besondere daran: „Wir haben nur bereits vorhandene Materialien verwendet, alles, was bei einer von uns noch zu Hause lag oder im Schulbestand war“, erzählen die Damen. Nichts sei dafür extra gekauft worden. Und so kommen – ganz im Sinne des Projektes – auch vermeintlich alte Dinge wieder zu neuer Schönheit.

Sehenswert war auch der Schulgarten, der sich in herbstlicher Blüte zeigte. Kreative Gartenbeschriftungen waren dort zu sehen, ebenso wie etliche Ideen für Urban Gardening, einem neuen Gartentrend.

Freundlich, hilfsbereit und mit viel Fachkompetenz berieten und erklärten die Studierenden an jeder Station ihren zahlreichen Besuchern die Hintergründe und ihre Ideen dazu. So machte der Blick in die Zukunft der Hauswirtschaft richtig Spaß.

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