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Schwabmünchen

11.04.2020

So kann die Museumsrallye doch stattfinden

Museum zu? Egal. Sabine Sünwoldt (links) und Markus Friesenegger bringen das Museum in die digitale Welt. Selbst die beliebte Museumsrallye am Ostermontag fällt nicht aus.
Bild: Christian Kruppe

Auch wenn das Schwabmünchner Museum geschlossen ist, bietet es einen Blick in die Ausstellungen. Und auch das beliebte Osterevent findet statt.

Mit Beginn der Ausgangsbeschränkungen wurden auch die Türen des Schwabmünchner Museums geschlossen. Kein Besucher kann einen Blick auf die Exponate des preisgekrönten Hauses werfen. Oder doch? Gut, die Kultstätte lässt sich zwar weiter physisch nicht besuchen, doch in der digitalen Welt zeigt das Team um Leiterin Sabine Sünwoldt tägliche Einblicke in die vielfältigen Ausstellungen.

„Wir machen weiter Museum, wir werden es nicht ganz verschwinden lassen“, erklärt Sünwoldt. Auf der Internetseite und auf Facebook ist sie täglich aktiv. Dabei kann sich Sünwoldt der Vielfalt ihres Hauses hingeben. „Wir bieten abwechselnde Eindrücke quer durch das Museum“, erklärt sie. Und liefert dabei auch noch viele Hintergrundinformationen. Denn am PC oder Smartphone nehmen sich die virtuellen Besucher die Zeit, die dazu verfassten Texte zu lesen, was oft in der Ausstellung nicht geschieht. Neben den mit Informationen gespickten Bildern gibt es auch immer wieder Filmchen oder, passend zur eigentlich laufenden Sonderausstellung „Schwerpunkt: Gleichgewicht“ auch mal Bastelanleitungen für Experimente zu Hause.

Das Museum in Schwabmünchen hat nun Zeit zum Aufräumen

Dies füllt natürlich nicht den ganzen Arbeitsalltag von Sabine Sünwoldt aus. „Jetzt haben wir Zeit, ein bisschen aufzuräumen, liegen gebliebene Alltagsarbeiten zu erledigen“, so die Museumsleiterin. Dazu kommt viel Recherchearbeit im Archiv. „Die Menschen sind zu Hause, beschäftigen sich mit ihrer Heimat, daher bekommen wir gerade vermehrt Anfragen fürs Stadtarchiv.“ Zudem laufen schon die Planungen für die Zeit, wenn das Leben „normal“ wird. Es soll eine weitere Sinnesausstellung geben, und der „Escape-Room“ ist auch fertig. „Doch da müssen wir auch noch abwarten. Es stellt sich die Frage, wie sind die Menschen nach der Krise drauf, wie viel Nähe und Kontakt wollen sie“, gibt Sünwoldt zu Bedenken. Aber eines stellt sie klar: „Ein Museum ohne Besucher ist schon traurig.“

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Bild: Piet Bosse


Vor allem, wenn der Ostermontag vor der Türe steht. Ein Tag, an dem bei vielen Schwabmünchnern das Museum auf dem Plan steht. Denn da steigt sonst die beliebte Museumsrallye. In verschiedenen Schwierigkeitsgraden gilt es bei einer Tour durchs Haus Fragen zu beantworten. Doch auch hier gilt: Einen Ostermontag ohne Museumsrallye gibt es nicht. Markus Friesenegger, der sich federführend schon länger um die Ostermontagsrallyes gekümmert hat, hat auch diese in die digitale Welt gebracht. Frei nach dem Motto „Kommt der Besucher nicht ins Museum, kommt das Museum zum Besucher“ hat Friesenegger ein Online-PC-Spiel entworfen.

Schwabmünchner Osterralley zuhause am Computer erleben

So können die Rallyefans am Ostermontag – und auch einige Tage darüber hinaus – vom heimischen Computer aus die Fragetour durchs Museum starten. „Natürlich wie immer in verschiedenen Schwierigkeitsgraden“, erklärt Friesenegger. Virtuell geht es durchs Museum, begleitet von digitalen Interaktionen. Basierend auf dem „Point-and-click-Prinzip“ kommt das Museum mit seiner Rallye ins Wohnzimmer.

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