Konzert

11.05.2015

So klingt die Liebe

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Der Kammerchor Schwabmünchen und Solisten sorgten mit fantastischem Klangbild und ausdrucksvoller Darstellung für Gänsehaut beim Frühjahrskonzert.

Der Kammerchor bringt in Schwabmünchen Höhen und Tiefen der Gefühlswelt zum Ausdruck und zwar akustisch

Einfach genial: Man sucht sich bekannte Lieder aus und bastelt dazu eine Geschichte – oder auch umgekehrt. Der Kammerchor Schwabmünchen unter der Leitung von Tobias Burann-Drixler hat die pfiffige Idee großartig nicht nur musikalisch, sondern auch schauspielerisch in der Schwabmünchner Stadthalle umgesetzt. Klassik, Pop und Jazz waren beim Frühjahrskonzert am Vorabend des Muttertags zu hören. Mit fantastischem Klangbild und ausdrucksvoller Darstellung sorgten Chor und brillante Solisten für Gänsehaut.

Gregor Biedermann übernahm mit Charme und Esprit den Erzählerpart, die Texte hat Buchautor und Chorsänger Christian Wittenberg geschrieben. Die Augsburger Mezzosopranistin Franziska Wetzler, der Pianist Sebastian Jakob, die Chorsolisten Gabriele Riemann und Jürgen Reichardt sowie die Band eRsn’t fuNk begleiteten die emotionale Reise durch Zeit und Raum. Was für ein Konzert!

Mit viel Einfallsreichtum, alten und neuen Liedern, Arien und Chören, wurden zwei Liebesgeschichten im Wandel der Zeit erzählt, einmal eingebettet in bekannte Opernmelodien vergangener Jahrhunderte und einmal umrahmt mit poppigen Liedern des 20. und 21. Jahrhunderts. Chor und Solisten sangen von brennender Liebe, die beseelt und beglückt, traurig macht und verzweifeln lässt. In zwei vollkommen unterschiedlichen Programmteilen präsentierten sie, wie die Höhen und Tiefen der Liebe früher besungen wurden und wie sie heute musikalisch zum Ausdruck gebracht werden. „Wahre Liebe mit Zeitensprung“ lautete das Motto.

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Die Stilmischung dokumentierte nicht zuletzt die große musikalische Vielfältigkeit des Chors. Im ersten Teil erklangen Meisterwerke aus „Oberon“ und „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber, aus „Carmen“ von Georges Bizet, „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinek und „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Melodien aus „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck, aus „Nabucco“ von Giuseppe Verdi und aus Lohengrin“ von Richard Wagner waren vor der Pause zu hören. Danach wurde es rockig und poppig, denn „Girls Just Want to Have Fun“, wie die Sängerinnen verkündeten, während sich die Sänger Mut und Anerkennung bei Herbert Grönemeyers „Männer“ holten. Stings „Every Breath You Take“, Heinz Rühmanns „La Le Lu“ oder das Kultlied der Beatles „I Want to Hold Your Hand“ reihten sich an. „Ain’t No Sunshine“ von Bill Withers, „Take Me Home, Country Roads“ von Bill Danoff und „Tage wie diese“ von den Toten Hosen bildeten den Abschluss dieses einmaligen, wunderbaren Konzertes. Die Besucher in der ausverkauften Stadthalle erklatschten sich natürlich auch Zugaben.

Tobias Burann-Drixler, Kirchenmusiker bei der katholischen Stadtpfarrei St. Felizitas in Bobingen und Organisator und künstlerischer Leiter des Bobinger Musiksommers, leitet seit 2002 den Kammerchor. Der mehrfach ausgezeichnete Chor hat ein umfassendes Repertoire an geistlicher und weltlicher Musik mit 18 großen sakralen Werken, weit über 130 Madrigalen, Spirituals und modernen A-cappella-Kompositionen.

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