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Klosterlechfeld

26.07.2020

So lief das erste Konzert an der frischen Luft in Klosterlechfeld

Gudrun Walther und Jürgen Treyz gaben das erste Bookshop-Konzert seit Beginn der Pandemie - zwar nicht wie gewohnt in der Buchhandlung, sondern im Innenhof des Schützenheims.
Bild: Reinhold Radloff

Plus Der Live-Bookshop-Konzert im Garten des Schützenheims in Klosterlechfeld kommt sehr gut an. Gibt es eine Fortsetzung?

Hans Grünthaler von der Schwabmünchner Buchhandlung Schmid und Reinhard Hiller, der Vorsitzende der Schützengesellschaft Klosterlechfeld, denken bereits an eine Fortsetzung der Zusammenarbeit an der frischen Luft. Der Grund: Die Premiere mit dem Konzert von Gudrun Walther und Jürgen Treyz war gelungen.

Der Andrang war unter anderem sicherlich so groß, weil mit dem Innenhof des Schützenheims der Schützengesellschaft Klosterlechfeld ein besonderer Ort gefunden worden war. 80 Gäste hatte dort genügend Platz, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Die Begeisterung bei allen Beteiligten war riesig: „Nach 138 Tagen einen Abend zu gestalten, das macht uns total glücklich“, sagte Musikerin Gudrun Walther. Ihr Abend handelte von Mord, Totschlag, Eifersucht, Liebe, Entführung und den Abgründen der menschlichen Seele.

Stimme und Gitarrenspiel zeichnen das Duo aus

Walther und Treyz sind zwei der erfolgreichsten Folkmusiker Deutschlands. Sie tourten bisher in verschiedenen Besetzungen durch die ganze Welt, bieten einen interessanten Einblick in den mittelalterlichen Folk, ergänzen ihn mit selbst geschriebenen Stücken und klären über die Hintergründe auf.

Das Duo begeisterte in Klosterlechfeld einerseits durch die klare, sanfte und einfühlsame Stimme von Gudrun Walther, die auch hervorragend Geige und diatonisches Akkordeon spielt. Anderseits überzeugte Jürgen Treyz durch sein ausgezeichnetes Gitarrenspiel. Wenn die Musik mal nicht ganz so tragisch klang, sondern fröhlich und tänzerisch, dann klatschte und wippte das Publikum begeistert mit.

Gudrun Walther und Jürgen Treyz haben mit der Corona-Krise zu kämpfen

Die Begeisterung des Duos überdeckte an diesem Abend die Erfahrungen des Lockdown, die fehlenden Einnahmen, das fehlende Publikum oder die fehlende Motivation. Trotz eines vollen Terminkalenders, der aber coronabedingt kaum durchgezogen werden kann, ist beiden vor ihrer musikalischen Zukunft etwas bange: „Wir haben demnächst nur ein paar Auftritte in Biergärten. Ich sehe eine ernsthafte Gefahr für unsere Musik“, berichtete Jürgen Treyz, der derzeit das seit über 20 Jahren bestehende Duo durch die Arbeit in einem Tonstudio über Wasser hält. Ob sie in Zukunft von ihrer Musik noch leben können? „Wir müssen, wir können nichts anderes“, so Treyz.

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