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Bobingen

08.07.2019

So vernetzen sich Heimatunternehmen

Neue Idee: Das Cafe Lupo mit Lupinenkaffee aus Mering war in Waldberg eine der Kontaktbörsen, so wie auch andere Stände.
Bild: Anja Fischer

Der Verein Herzwerk schafft Verbindungen im Augsburger Land und zeigt Konzepte der Betriebe. So sehen Veranstalter und Firmen den Auftakt in Waldberg.

Kreativ und unternehmerisch sein? Neue Projekte anstoßen? Das Netzwerk Heimatunternehmen will Menschen helfen, die Dinge bewegen wollen, neue Kontakte zu knüpfen und sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Nach dem Vorbild anderer Regierungsbezirke gründete sich die Initiative des bayerischen Landwirtschaftsministeriums nun auch in Schwaben und lud zum Auftakt zu einem Fest der Heimatunternehmer nach Waldberg ein.

Dort, im Zelt des Radegundisfestes, stellte die Initiative sich und ihre Arbeit vor. Gleichzeitig konnten sich die ersten Teilnehmer der Gruppe treffen und interessierten Bürgern ihre Projekte und Zukunftsvisionen vorstellen. Mit dabei auch der Waldberger Musikverein „d’Schwarzachtaler“, der ebenfalls bei den Heimatunternehmern organisiert ist, um sein Projekt einer Kultur- und Musikschmiede im Ort zu verwirklichen.

Schwarzachtaler stellen in Waldberg ihr Projekt vor

Ebenso wie die Bobinger Biobäckerei Heuck, die ihren Betrieb im Rahmen des geplanten Dorfladens und der Kaffeewirtschaft Herzstück Horgau präsentierte, nutzten die Schwarzachtaler die Gelegenheit, um ihr eigenes Projekt – eine Kultur- und Musikschmiede – vorzustellen. Diese soll ihr Musikerheim werden. Andere Initiativen, über die sich die Besucher informieren konnten, waren Tiny Häuser –Wohnen auf kleinstem Lebensraum, ein Bauernhof-Mehrgenerationen-Wohnprojekt aus Treuchtlingen, das erste Biobier aus den westlichen Wäldern vom Stadelbrauer, ein Bio-Kollektiv-Bier aus Augsburg, das Lupinen-Café Mering, die Grasdruckerei aus Stuttgart, ein Hanf-Kompetenzzentrum und ein Projekt für Nachhaltigkeitsbildung für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen.

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Das umfangreiche Angebot und die erste Veranstaltung dieser Art in Schwaben hatten zahlreiche Besucher in das Festzelt gelockt. Anja Dördelmann vom Verein Herzwerk Gemeinwohl ist Mitbegründer der Initiative Heimatunternehmen und zufrieden mit dem Erfolg der Veranstaltung: „Mit elf Teilnehmern haben wir schon ein großes Anfängerfeld“, freut sie sich. Das Zelt sei gut gefüllt, wenn man bedenke, dass die Veranstaltung unter der Woche an einem Nachmittag gestartet sei. Vor allem seien viele Amtsleiter und Fachleute da gewesen, die für die Teilnehmer wichtige Ansprechpartner sind. „Wir sind ja ein Netzwerk und wollen unseren Mitgliedern Hilfe an die Hand geben, wie sie ihre Projekte und ihre Träume verwirklichen können“, so Dördelmann.

Heimatunternehmer greifen auf einen Expertenkreis zurück

Eine Besonderheit dabei sei, dass die Heimatunternehmer neben einem Kernteam auch auf einen Expertenkreis zurückgreifen, wenn es um Fachfragen geht. Das Angebot von Heimatunternehmer richte sich dabei an alle unternehmerischen Menschen, die Visionen für ihre Zukunft haben und diese umsetzen wollen. Die Initiative sei in Schwaben erst im Aufbau, da sei das Fest der Unternehmer mit vielen Besuchern ein guter Start gewesen.

Darin waren sich auch Teilnehmer einig: Die Veranstaltung in Waldberg habe eine gute Präsentationsmöglichkeit und viele Chancen zur Vernetzung geboten. Die Unternehmer fanden sich in ihren Ideen positiv bestärkt und berichteten von qualifizierten Gesprächen in einem lockeren Rahmen. Für diesen sorgten nicht nur die angebotenen Bierproben der vorgestellten Biobiere, sondern auch die leckere Verpflegung von Herzstück Horgau. Bei Dinkelmilchreis, Karotten-Apfel-Salat, Minze-Erdbeeren, Bieramisu oder Lupinenkaffee ließ es sich eben leichter plaudern und beraten.

In diesem Sinne soll es bald weitere Veranstaltungen des Netzwerks geben, um den Mitgliedern einen Mehrwert mit auf dem Weg zu ihrem Projektraum bieten zu können.

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