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Untermeitingen

14.01.2021

So wird Untermeitingen seniorenfreundlich

Mit zahlreichen Maßnahmen, wie Bordsteinabsenkungen und Querungshilfen, hat die Gemeinde Untermeitingen passende Rahmenbedingungen für Senioren geschaffen.
Bild: Uwe Bolten

Plus Eine Fachfrau vom Landratsamt erklärt, wie Untermeitingen für Senioren noch attraktiver werden kann. Das flache Gelände macht vieles möglich.

Derzeit leben rund 1000 Menschen mit über 70 Jahren in Untermeitingen. In 20 Jahren werden dies mehr als 1600 Einwohner sein. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei an Demenz erkrankten Menschen. Zählte Untermeitingen im Jahr 2018 noch 84 demente Mitbürger, könnten es in 20 Jahren doppelt so viele sein. Diese und andere Fakten präsentierte Lisa Manhart vom Landratsamt Augsburg dem Gremium als Basis zur ersten Fortschreibung des seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes des Landkreises.

Untermeitingen kann in Sachen Infrastruktur viel tun

"Der Bedarf an Pflegeleistungen wird kontinuierlich ansteigen“, stellte Manhart fest. Dabei bestünden bei Pflege und Betreuung kaum kommunale Handlungsmöglichkeiten. "Im Bereich der Infrastruktur, der neben der Barrierefreiheit und der Mobilität auch die Versorgung umfasst, sieht das schon anders aus“, sagte Manhart und zählte zahlreiche Optionen auf.

Die Palette reichte von barrierefreien Zugängen zu öffentlichen Gebäuden, der Tauschmöglichkeiten von Führerscheinen mit Jahresabos für den öffentlichen Nahverkehr oder der Schaffung seniorengerechter Parkplätze. „Auch die Einrichtung barrierefreier öffentlicher Toiletten stellt eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur dar“, führte sie weiter aus.

Wohnen im Alter gewinnt immer mehr an Bedeutung

Das Wohnen im Alter würde laut Manhart immer mehr an Bedeutung gewinnen. "Wenn irgend möglich, sollte sich die Kommune klar zu altersgerechten Wohnungen zu bezahlbaren Preisen bemühen. Hierbei soll jedoch nicht das betreute Wohnen im Vordergrund stehen“, so die Expertin.

Beratung und Information, beispielsweise durch eine Broschüre abgestimmt auf die Belange der Senioren, solle ebenfalls gestärkt werden wie die gesellschaftliche Teilhabe an Begegnungsorten oder mit auf diese Zielgruppe ausgerichteten Freizeit- und Bildungsangeboten. „Durch mehr Bürgerbeteiligung kann die Gemeinde noch zielgerichteter agieren“, empfahl sie weiter.

Die Gemeinde ist sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst

In der kurzen Aussprache fasste Manfed Salz (CSU) den Sachstand in der Kommune zusammen: „Wir haben hier bei uns schon viele Fortschritte gemacht, aber es reicht noch nicht. Unsere Stärken und Schwächen sind uns bewusst“, sagte er mit Blick ins Gremium. Dies bestätigte Bürgermeister Simon Schropp: „Wir können noch besser werden. Unser Vorteil ist das hauptsächlich flache Gelände in unserer Gemeinde.“

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