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Kleinaitingen

28.02.2019

So wird der Verkehr in der Hauptstraße ausgebremst

Zu schnelle Autofahrer und parkende Fahrzeuge am Fahrbahnrand der Hauptstraße sorgen in Kleinaitingen für Unmut.
Bild: Michael Lindner

In Kleinaitingen wird über die mitunter sehr gefährliche Situation an der Hauptstraße diskutiert. Es geht um parkende Autos und schnelle Autofahrer.

Wer dachte, dass es bei der Bürgerversammlung in Kleinaitingen eine hitzige Debatte wegen des Flächenverbrauchs und möglicher Gewerbeansiedlungen gibt, hat sich getäuscht. Stattdessen diskutierten die Bürger über die Verkehrsprobleme in der Lechfeldgemeinde. Von gefährlichen Situationen und langen Bremsspuren auf dem Asphalt war die Rede.

Ein Bürger regte in der voll besetzten Lechfeldhalle an, die Parksituation an der Hauptstraße zu regeln. Betroffen sei vor allem der Bereich vor der Großaitinger Straße von Oberottmarshausen aus kommend. „Für die uneinsehbare Kurve muss eine Lösung gefunden werden“, sagte der Mann. Bürgermeister Rupert Fiehl sagte, dass die Gemeinde der Polizei im vergangenen Jahr dort ein Halteverbot vorschlug. Man sei aber zu keinem Ergebnis gekommen. „Es hat mitunter den Anschein, dass sich manche Anwohner durch die geparkten Autos gegen den schnellen Durchgangsverkehr wehren möchten“, sagte Fiehl.

Autofahrer sind auf der Kleinaitinger Hauptstraße deutlich zu schnell unterwegs

Daraufhin meldete sich ein anderer Anwohner der Hauptstraße zu Wort. Er empfinde es als Frechheit, dass in diesem Bereich geparkt werde. Andererseits fahren viele Menschen seiner Erfahrung nach dort mit 60, 70 oder gar 80 Stundenkilometern: „Ein Autofahrer ist sogar schon über den Fußweg ausgewichen, weil er zu schnell war und nicht rechtzeitig bremsen konnte.“ Bis zu zehn Meter lange Bremsspuren würde es in der lang gezogenen Kurve geben, berichtete der Anwohner. Er habe Angst um die Kinder und möchte auf die Gefahr durch Raser an dieser Stelle aufmerksam machen. Für diese Stellungnahme gab es viel Zustimmung in der Lechfeldhalle.

So wird der Verkehr in der Hauptstraße ausgebremst

Fiehl schlug die Aufstellung einer mobilen Geschwindigkeitsanzeige an, um das Tempo zu drosseln und Autofahrer auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen. „Das hat einen kleinen Effekt“, sagte der Bürgermeister. Verbote hingegen würden nichts bringen, wenn nicht kontrolliert wird, sagte Fiehl und wies auf den Tempo-30-Bereich in der Lechfeldstraße hin. „Das interessiert auch nicht so viele“, sagte Fiehl.

Vom Wasserturm über das Rathaus bis zur Lechfeldhalle

Bevor die Bürger das Wort hatten, blickte Rupert Fiehl auf das vergangene Jahr zurück. Er ging noch einmal auf die vorgesehene und nun für mindestens ein Jahr lang zurückgestellte Flächennutzungsplanänderung und das Bürgerbegehren ein. Fiehl sprach auch den Ideenwettbewerb für den Wasserturm, die Straßenrenovierungen innerhalb der Gemeinde, den Umbau des Rathauses, die Arbeiten an der Lechfeldhalle sowie die geringe Teilnahme an der Flursäuberung an.

Erfreulicher war dagegen die finanzielle Situation der Gemeinde. Kleinaitingen ist schuldenfrei und die Rücklagen betrugen zum Jahreswechsel mehr als 4,26 Millionen Euro – obwohl die Gewerbesteuereinnahmen auf rund 550000 Euro zurückgingen.

Zum Ende seines Vortrags wurden die scheidenden Feuerwehrkommandanten Thomas Heider und Alois Schweinberger von der Gemeinde geehrt. Sie hatten diese verantwortungsvolle Tätigkeit jeweils 18 Jahr lang inne.

Lesen Sie hier das Interview mit Kleinaitingens Bürgermeister Rupert Fiehl zum Thema Flächenverbrauch: Fiehl: Das Gewerbegebiet kam in der Öffentlichkeit falsch an

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