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Graben

08.11.2017

Sondierungsgespräche bremsen Entwicklung

In naher Zukunft wird das Dach der Sporthalle in Graben mit einer Photovoltaik-Anlage bedeckt sein.
Bild: Uwe Bolten

Der Militärflugplatz, Probleme mit Baumwurzeln und die Sporthalle beschäftigen den Gemeinderat in Graben.

 Mit der Entwicklung der Lärmschutzzonen rund um den Militärflugplatz Lechfeld beschäftigten sich Bürgermeister Andreas Scharf und die Gemeinderäte in der vergangenen Sitzung. Das Innenministerium habe Mitte Oktober in einem Schreiben mitgeteilt, dass sich der neu ermittelte Lärmschutzbereich als zu klein erweisen könnte, wenn sich das Verteidigungsministerium für die Stationierung der A400M entscheide, berichtete Scharf. In diesem Fall müsse die Berechnung erneuert werden. „Das bedingt jedoch die Entscheidung des Verteidigungsministeriums, welches derzeit, bedingt durch die Gespräche zur Regierungsbildung, keine weitreichenden Entscheidungen trifft. Ich rechne deshalb nicht mit einer schnellen Entscheidung“, sagte Scharf.

Das Innenministerium wolle sich laut dem Schreiben im Fall einer Stationierung um eine schnelle Festsetzung der Lärmschutzbereich bemühen. Da auf Grund der Sondierungsgespräche in Berlin erst 2018 mit einer Entscheidung zu rechnen ist, wurde beim Regionalen Planungsverband der Antrag auf Ausnahme von den Beschränkungen des Lärmschutzbereichs erneuert. Der Antrag soll laut Bürgermeister Mitte Dezember verhandelt werden.

Baumwurzeln wachsen in Grundstücke

Bäume Zwei Anträge von Eigentümern an der Sanddorn- und Römerstraße widmeten sich dem gleichen Thema: dem Baumbestand an den Straßen und dessen Folgen. Beklagt wurden das oberflächliche Wachstum der Wurzeln in die jeweiligen Grundstücke. Die Gemeinderäte Georg Hengge (Freie Wähler) und Ulrich Knoller (CSU) sprachen sich für den Erhalt der gesunden Bäume aus. „Die Frage ist: Wozu ist die Gemeinde bereit, entstandene oder entstehende Schäden zu regulieren?“, fragte Hengge in die Runde. „Bei der Erstellung von Baugebieten wünschen sich gerade junge Familien eine Verkehrsberuhigung, die beispielsweise mit Hilfe von baumbewachsenen Grüninseln realisiert werden. Sind die Kinder älter, werden Stellplätze im öffentlichen Raum dann dringlicher“, bemerkte Bürgermeister Scharf, der sich der Problematik des Themas bewusst zeigte. „Bäume brauchen Platz, den wir ihnen nicht immer geben“, argumentierte Knoller zur Wahl der angepflanzten Baumarten.

Einigkeit herrschte im Rat, in Zukunft eher langsam und hochstämmig wachsende Bäume anzupflanzen. Einstimmig lehnte der Rat beide Anträge auf Fällung der jeweiligen Bäume ab.

Energie Um einen Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz zu beseitigen, stimmte der Gemeinderat einstimmig für die Abschaffung des sogenannten Sockelbetrages ab 2018 für die Großverbraucher von elektrischer Energie. Dieser sieht für Verbraucher, die mehr als 5000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen, eine Befreiung der Konzessionsabgabe der Energieanbieter an die Kommune vor. Das neue Vorgehen wird ebenso durch den Bayerischen Gemeindetag empfohlen.

Sporthalle Auf dem Dach der Sporthalle in Graben wird demnächst eine Photovoltaik-Anlage installiert. Auf der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde im nichtöffentlichen Teil beschlossen, der Eppishauser Firma Öko-Haus für eine Summe von mehr als 130000 Euro diesen Auftrag zu vergeben. Weiterhin wurde die Verkleidung der Grundschule an nicht behandelten Fassadenbereichen mit einem Vollwärmeschutz für 25000 Euro beschlossen.

Sonstiges Die im Baugebiet „Nördlich der Grundschule“ auf 430 Meter neu erstellte „Peter-Dörfler-Straße“ wurde zur Ortsstraße gewidmet. Die Bepflanzung der Grüninseln im Baugebiet 28 östlich der Grundschule sowie Pflanzung der Hecke am Friedhof Lagerlechfeld wurde an die Firma Weber aus Graben mit einem Gesamtvolumen von 16 800 Euro vergeben. Ebenso nichtöffentlich beschloss der Gemeinderat die Vergabe der Umbauarbeiten der Grünstreifen an der Amazonstraße zu Parkbuchten für rund 17000 Euro an die Prittrichinger Firma Ditsch.

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