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Amt für Jugend und Familie

13.03.2009

Sozialarbeit spätestens an der Grundschule

Als Doris Stuhlmüller vom Amt für Jugend und Familie im Schulausschuss über die Jugendsozialarbeit an Schulen berichtete, da ahnte niemand, wie brennend das Thema nur wenig später werden sollte. Klar machte sie eines: damit kann nicht früh genug begonnen werden.

"In der Grundschule muss damit angefangen werden, weil hier Kinder und Eltern noch am leichtesten zu erreichen sind", so Stuhlmiller. Allerdings sehe man bereits im Kindergarten, welche Buben und Mädchen Unterstützungsbedarf haben. Doris Stuhlmüller: "Die Probleme treten nicht erst nach der vierten Klasse auf, sondern sie werden jetzt sichtbar." Es war die Antwort auf die Frage zu Jugendsozialarbeit an den Realschulen und Gymnasien im Landkreis Augsburg. Denn bei den weiterführenden Schulen ist der Landkreis zuständig. Bedarf sehe sie noch an den Realschulen, unter Umständen auch an den Gymnasien.

Der Schwerpunkt werde derzeit bei den 25 Grundschulen im Landkreis gesetzt, für die es sieben Vollzeitstellen für Jugendsozialarbeiter gibt. Es sei sinnvoll, dieses Angebot weiter auszubauen.

Hier sollte man auch die Prioritäten setzen, bevor man an Realschulen und Gymnasien denke. Hinzu kämen noch zehn Vollzeitstellen für die Hauptschulen. Bis auf Thierhaupten gebe es deshalb überall Sozialarbeit. Auf die Nachfrage aus dem Ausschuss, ob es besondere Brennpunkte gebe, erklärte sie: "Nein, alle Auffälligkeiten kommen an allen Orten vor." Jugendsozialarbeit an Grundschulen ist (wie auch an Realschulen und Gymnasien) besonders teuer, da es bisher keine staatlichen Fördermittel gebe. "Wir müssen den Freistaat verstärkt in die Pflicht nehmen", erklärte CSU-Kreisrätin Carolina Trautner (Stadtbergen). Es sei für die Gemeinden sehr teuer, 70 Prozent der Kosten zu tragen.

Sozialarbeit spätestens an der Grundschule

Projekte An Realschulen und Gymnasien im Kreis gibt es zum Teil Gruppen- und Klassenarbeiten zu Aggressionen, Mobbing und Sucht.

Kosten Im Haushalt 2009 des Landkreises sind für Jugendsozialarbeit an Förder-, Grund- und Hauptschulen insgesamt 420 000 Euro eingeplant.

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