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Schwabmünchen

03.03.2020

Sperrzone in Schwabmünchen: Welche Folgen hat die Baustelle?

Die Bauarbeiten in der Fuggerstraße haben begonnen: Für Autofahrer ist derzeit kein Durchkommen mehr. Was die Händler dazu sagen.
Bild: Carmen Janzen

Plus Einzelhändler und Unternehmer wissen um die Notwendigkeit der Baustelle in der Fuggerstraße. Sie wollen die Kunden dazu bringen, weiter in der Stadt einzukaufen.

Die Bauarbeiten im ersten Bauabschnitt der Fuggerstraße haben Anfang dieser Woche begonnen. Für Autofahrer gibt es kein Durchkommen mehr. Wie Händler und Unternehmer auf die Situation reagieren.

Ein rot-weiß-gestreifter Bauzaun riegelt das Zentrum ab und dominiert das Innenstadtbild . Momentan wird vom Parkplatz am Stadtgarten bis zur Burgstraße gebaut. Jeder Abschnitt dauert etwa zwei Monate. Weiter geht es von der Burgstraße bis zur Apothekergasse, dann bis zur ersten Einmündung in die Frauenstraße und schließlich bis zur zweiten Einmündung. Für Autofahrer sind die jeweiligen Abschnitte immer nur beschränkt befahrbar, oft auch gar nicht, wie momentan. Einschränkungen für Fahrzeuge sowie Ausweichrouten und Parkplätze schildert die Stadt für jeden Bauabschnitt aus.

Fuggerstraße: Bauarbeiten behindern den Verkehr

Zu Fuß sind alle Geschäfte durchgehend erreichbar, verspricht die Stadt. Anlieger können morgens bis 7 Uhr und abends ab 17 Uhr zu ihren Grundstücken fahren und auch die Abholungstermine der Müllabfuhr vor 7 Uhr können eingehalten werden. Die Haltestelle „Altes Rathaus Nord“ entfällt voraussichtlich bis Jahresende. Fahrgäste sollen auf die Haltestelle am Festplatz ausweichen.

Metin Celen betreibt direkt am aktuellen Baustellenende des ersten Abschnitts den Devran-Kebab-Imbiss. Er befürchtet in den kommenden Wochen Umsatzeinbußen, denn seine Kunden bestellen auch Essen zum Mitnehmen und holen es mit dem Auto ab. Das dürfte in den nächsten Monaten schwierig werden. „Aber danach soll Schwabmünchen ja schöner sein, haben die Leute von der Stadt versprochen“, sagt er.

Stadt Schwabmünchen informiert über die Baustelle

Jürgen Reichart vom gleichnamigen Gesundheitshaus weiß um die Problematik der Baustelle. Rund 1000 Menschen besuchen täglich die Neue Mitte im Stadtzentrum, darunter viele Patienten, die Termine bei der Krankengymnastik, dem Frauenarzt und Orthopäden haben oder in die Apotheke müssen. „Ein frisch am Knie Operierter tut sich natürlich schwer, weite Wege zu gehen“, sagt er und appelliert an alle Stadtbesucher, die gut zu Fuß sind, in der Jahnstraße oder am Festplatz zu parken, damit die Gehbehinderten, die wenigen zentralen Parkplätze während der Bauarbeiten nutzen können.

Der Betreiber von Devran Kebab befürchtet Umsatzeinbußen durch die Baustelle. Viele seiner Kunden holen das Essen bei ihm mit dem Auto ab.
Bild: Carmen Janzen


„Es sind nur einige Wochen. Da müssen wir jetzt durch“, sagt er und sieht vor allem die positiven Seiten der Fuggerstraßen-Sanierung. „ Schwabmünchen wird schöner, die Innenstadt attraktiver. Das ist nicht nur für das Gesundheitszentrum in der Neuen Mitte wichtig, sondern auch für den Einzelhandel. Die Stadt unternimmt auch viel, um die Anlieger zu informieren.“ Und damit hat er recht: Neben Informationsveranstaltungen hat die Stadt Broschüren verteilt, in denen alle Bauabschnitte aufgeführt sind und jeder Schritt erklärt ist. Eine Facebookgruppe und ein Baustellen-Newsletter informieren zudem über den Fortschritt der Bauarbeiten.

Kunden sollen dem Einzelhandel die Treue halten

Auch Hans Grünthaler von der Buchhandlung Schmid sieht die Notwendigkeit der Baustelle , bittet aber alle Kunden, dem Schwabmünchner Einzelhandel die Treue zu halten in dieser Zeit: „Da müssen wir jetzt durch. Bitte haltet uns in den kommenden Wochen und Monaten die Treue, wenn die Baumaßnahmen mit Sicherheit für die ein oder andere Behinderung sorgen werden. Wir sind trotzdem und erst recht für Euch da, mit toller Auswahl und viel Engagement. Das gilt natürlich nicht nur für uns, sondern für alle Einzelhandelskollegen und Nachbarn in der Stadt“, schreibt er in einem Facebook-Kommentar unter einen unserer Artikel über die Fuggerstraße.

Die Bauarbeiten in der Fuggerstraße haben begonnen: Für Autofahrer ist derzeit kein Durchkommen mehr.
Bild: Carmen Janzen


Wenn die Fuggerstraße saniert ist, dürfen sich die Besucher auf ein attraktives Stadtbild freuen. Die Gehwege werden breiter und mit Granitplatten belegt, niedrige Borden und ein Blindenleitsystem sorgen für Barrierefreiheit. Viele neue Bäume bringen mehr Grün in die Innenstadt. Autos dürfen dann nur noch Tempo 30 fahren. Das freut die einen, andere dagegen haben Widerstand gegen diese Pläne angekündigt. In einigen Geschäften liegen bereits Unterschriftenlisten aus, damit auf den Straßen rund um die Fuggerstraße Tempo 50 erhalten bliebt.

Veranstaltungen wie das Stadtfest und der Michaeli-Markt finden heuer trotz der Baustelle wie geplant statt. Wer Fragen zu den Sanierungsarbeiten hat, kann sich an Stadtbaumeister Stefan Michelfeit wenden, Telefon 08232/9677-30.

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