1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Stabat Mater: Erst New York, dann Schwabmünchen

Schwabmünchen

16.04.2019

Stabat Mater: Erst New York, dann Schwabmünchen

Mehr als 500 Besucher sahen die Aufführung des Chor- und Orchesterwerks „Stabat Mater“ von Karl Jenkins in der Schwabmünchner Stadtpfarrkirche. Zuvor hatte die Schwabmünchner Kirchenmusik das Werk in New York gespielt.
Bild: Rudolf Herdin

In der Stadtpfarrkirche wird das Chor- und Orchesterwerk „Stabat Mater“ von Karl Jenkins nochmals aufgeführt.

Mehr als 500 Besucher erlebten in der Fastenzeit die Aufführung des Chor- und Orchesterwerks „Stabat Mater“ von Karl Jenkins in der Schwabmünchner Stadtpfarrkirche, das auch schon in der New Yorker Carnegie Hall zu hören und zu sehen war. Das Publikum verließ in Schwabmünchen nach stehenden Ovationen tief beeindruckt das Gotteshaus.

Der Chor St. Michael, der Projekt-Chor, der Jugendchor und das Orchester Capella St. Michael führten das zeitgenössische Werk des walisischen Komponisten Sir Karl Jenkins auf. Die Leitung hatte Chorregent und Kirchenmusiker Stefan Wagner aus Schwabmünchen. Überzeugend war die kurzfristig für die erkrankte Henrike Paede eingesprungene Solistin Liat Himmelheber (Alt).

Stabat Mater soll die Gefühle von Maria vertonen

Jenkins versucht in seinem Werk „Stabat Mater“, die Gefühle der Gottesmutter Maria zu vertonen, als sie unter dem Kreuz steht. Dabei setzte der Komponist verschiedene Stilmittel ein: er baute das Gilgamesch-Epos in sein Werk mit ein und vertonte Texte des persischen Dichters Rumi. Die Sänger drückten sich in verschiedenen Sprachen aus (Lateinisch, Arabisch, Englisch, Aramäisch, Griechisch und Hebräisch). Mitleid, Tränen, die Verehrung Jesu, ein schlagendes Herz, sphärische Klänge und zum Abschluss „paradiesische“ Musik – ideenreich ist dem Künstler ein Werk gelungen, das ihn weltbekannt machte. Die ausführenden Musikerinnen und Musiker in Schwabmünchen setzten die Musik Jenkins einfühlsam und gekonnt um und wurden vom Publikum mit anhaltendem Applaus belohnt.

Wie berichtet waren 40 Chorsänger im Januar in New York und führten Stabat mater in Anwesenheit von Komponist Karl Jenkins auf. Die Einladung war eine besondere Ehre für die Kirchenmusik Schwabmünchen und war auch der Anlass, das Werk nochmals zuhause aufzuführen. Nach einer Aufführung 2017 in Schwabmünchen und dem Konzert 2019 in der Carnegie Hall bemerkte man bei Chor und Orchester, dass aufgrund der Routine eine gelungene und überzeugende Interpretation gelang. (SZ)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren