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03.07.2010

Stadt pocht auf Mieterschutz

Bobingen Die Bayerische Landesbank muss die Gemeinnützige bayerische Wohnungsgesellschaft (GBW) verkaufen. Bayernweit soll diese Aktiengesellschaft 34 000 Wohnungen besitzen. In Bobingen sind es 112 in sechs Gebäudekomplexen. Diese stehen an der Balten-, der Banater-, Dr.-Lehner-, Ostpreußen- und Sommerstraße. Der Verkauf ist Folge der Krise der Landesbank. Die BayernLB muss sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Im Stadtrat von Bobingen stellte Ratsherr Gerhard Mansard klar, dass Hausbewohner auch nach einem Eigentümerwechsel durch deutsches Mieterschutzrecht gesetzlich abgesichert seien. Selbst wenn die Mietshäuser zu Eigentumswohnanlagen umgewandelt würden und Käufer Eigenbedarf anmelden, gebe es noch einige Jahre Wohnrecht.

Erfahrungen von anderen Wohnanlagen der Stadt

Andererseits verwies sein Ratskollege Edmund Mannes auf Erfahrungen bei anderen Wohnanlagen in der Stadt. Die Bürger würden den Beistand der Kommunalpolitik erwarten. Daher hatte Bürgermeister Bernd Müller das Thema zur Sprache gebracht. Sein Ziel: Bevor es überhaupt zum Verkauf der GBW kommt, solle der Freistaat durch Auflagen für den Fortbestand von Mietwohnungen sorgen. Eine entsprechende Aufforderung gibt es bereits von der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Der Stadtrat von Bobingen gab Bürgermeister Müller nun grünes Licht, mit einem Brief im Namen der Stadt dieses Anliegen zu unterstreichen. Bobingen habe ebenfalls großes Interesse, dass sich die Mietbedingungen für die Bewohner der GBW-Anlagen nicht verschlechtern, meint Müller. Das könnte durch Auflagen im Verkaufsvertrag gesichert werden. Daher der frühe Vorstoß. (pit)

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