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19.05.2015

Stadt will Weg in die alte Schule ebnen

Die Lösung ist aber noch nicht gefunden. Die Ideen gehen auseinander

Ins Rathaus der Stadt Bobingen führt zwar eine Rampe für Rollstuhlfahrer, doch in die Stadtbücherei oder ins Büro des Quartiers-Managers kommen sie oder andere Menschen mit einer Behinderung nur schwer: Die Stufen in der alten Mädchenschule bilden ein Hindernis, das ohne fremde Hilfe nicht zu überwinden ist. Das soll sich ändern, doch auf welche Weise, das war in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses umstritten.

Für einen barrierefreien Zugang stehen 12 500 Euro im städtischen Haushalt, weitere 20 000 Euro sind vorgesehen, um die Stadtbücherei attraktiver zu gestalten, beziehungsweise eine Planung für das ganze Gebäude zu erstellen. Für ein solides Gesamtkonzept sprachen sich in der Diskussion mehrere Ratsmitglieder aus, dagegen wollte SPD-Sprecher Edmund Mannes die Mädchenschule nicht groß umbauen, sondern nur einen Aufzug installieren. Lediglich eine Übergangslösung zu schaffen, das gefällt Stadtbaumeister Reiner Thierbach aus mehreren Gründen nicht. Denn mittelfristig strebe man ohnehin an, das gesamte Gebäude barrierefrei zu gestalten und über alle Geschosse einen Aufzug einzubauen.

Für einen rund 15 000 Euro teuren Hublift brauche man geschultes Personal zur Bedienung – es müsste also immer eine Bücherei-Mitarbeiterin verständigt werden, um die Anlage zu bedienen. Eine Rampe auf der Nordseite wäre ziemlich lang und entsprechend teuer, so Thierbach. Deshalb soll jetzt ein Fachbüro zusammen mit der Verwaltung eine sinnvolle Lösung sowie ein Raumprogramm für das Gebäude erarbeiten.

170000 Euro für behinderte Menschen

Auch auf Landkreis-Ebene soll behinderten Menschen das Leben durch einen Aktionsplan erleichtert werden. Insgesamt rund 170 000 Euro will der Landkreis heuer dafür im Augsburger Land ausgeben. Den größten Posten macht ein geplanter Umbau der Bushaltestellen im Landkreis aus. Mit 50 000 Euro will der Kreistag Kommunen bezuschussen, die ihre Bushaltestellen barrierefrei umbauen.

Zusätzlich soll es mehr Beratung bei Bauprojekten im Landkreis geben, die kreiseigenen Gebäude sollen auf Barrierefreiheit überprüft werden. Bis 2025 sollen die Ampeln im Landkreis ersetzt oder umgerüstet werden. Ein Ton wird Blinden dann zusätzlich zum Licht anzeigen, ob eine Straßenquerung frei ist.

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