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Hilfsprojekt

01.02.2019

Standort für den ersten Brunnen in Afrika steht fest

So sehen die Brunnen aus, die der Verein „KfBiA – Königsbrunn fördert Brunnenbau in Afrika“ unterstützt.
Bild: KfBiA

Viele Privatpersonen spenden. Der Vorstand hofft auf mehr Engagement bei den Königsbrunner Firmen

Der gemeinnützige Verein „KfBiA“, „Königsbrunn fördert Brunnenbau in Afrika“ hat seit seiner Gründung im Dezember 2018 so viele Gelder eingesammelt, dass der erste Brunnenbau in Afrika gesichert ist.

1. Vorstand Siegfried Hertlen ist sehr glücklich, dass man nun den Bedürftigen in Afrika konkret helfen kann. Nach Rücksprache mit der Erzabtei St. Ottilien und deren Klöstern in Afrika wurde ein Standort in Togo ausgesucht, an dem das erste Brunnenobjekt gefördert werden soll.

Das Kloster von Agbang hat Lassa-Lao als Brunnenstandort vorgeschlagen. Das Dorf hat rund 350 Einwohnern und liegt 35 Kilometer nordöstlich von Kara in der Nähe eines kleinen Baches. Dort versorgen sich während der Regenzeit Mensch und Tier mit Wasser. Dieser kleine Bach trocknet aber während der Trockenzeit aus, sodass die Bewohner dann weite Strecken zurücklegen müssen, um entweder Wasser von einem weit entfernten Fluss oder von Bohrlöchern in sumpfigen Gebieten zu holen.

Die örtliche Brunnenbaufirma „EFOR-Togo“ wird zunächst den optimalen Standort mit einem geomagnetischen Gerät ermitteln und danach eine Bohrung durchführen. Nach der Bohrung werden Wasserproben entnommen, um die Qualität zu bestimmen. Die Bohrfirma übernimmt auch die Garantie für eventuell auftretende Folgemaßnahmen. Der neu erstellte Brunnen wird von den Klosterverantwortlichen in sinnvollen zeitlichen Abständen überprüft, um gegebenenfalls Ausbesserungsarbeiten ausführen zu lassen. Die Baumaßnahme selbst wird von Baubeginn über Baudurchführung bis zur Fertigstellung von den Klosterverantwortlichen begleitet. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wird der Bau voraussichtlich im März oder April beginnen, die Bauzeit wird mit rund zwei bis drei Monaten veranschlagt.

Nach dem vorliegenden Kostenvoranschlag soll der geplante Brunnen circa 10500 Euro kosten, ein Betrag, den KfBiA aufgrund der bisher eingehenden Mitgliedsbeiträge und Spende vorfinanzieren kann.

Bis zum geplanten Baubeginn wird der Verein einen Antrag auf öffentliche Bezuschussung bei der W.-P.-Schmitz-Stiftung stellen. Nach Prüfung der Antragsunterlagen erhalten die Königsbrunner Brunnenbauer die endgültige Zusage zur Förderung und Genehmigung des Baubeginns, bevor der Bau beginnen kann.

Nachdem die in Aussicht gestellten Zuschüsse erst zum Jahresende 2019 ausbezahlt werden, muss der Verein auch einen geplanten zweiten Brunnen mit Spenden und neuen Mitgliedern vorfinanzieren. Hertlen bedankt sich bei den bisherigen Mitgliedern und Spendern, durch deren Engagement das erste Brunnenobjekt in relativ kurzer Zeit möglich gemacht wurde. Ein besonders Lob geht an die vielen privaten Unterstützer, die mit rund 65 Prozent der bisherigen Spendensumme den Löwenanteil beigesteuert haben. Der Vereinsvorstand hofft, dass nach dem konkreten ersten Brunnenobjekt auch deutlich mehr Königsbrunner Firmen von dem ehrenamtlichen Engagement überzeugt sind. (AZ)

zum Brunnenbau unter www.kfbia.de

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