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Klosterlechfeld

10.06.2019

Steinheben: Der Lechfeld-Cup bleibt in Österreich

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Der Lechfeld-Cup-Sieger Christoph Senn in Aktion.
Bild: Hieronymus Schneider

 Christof Senn gewinnt den Wanderpokal beim 25. Lechfeld-Cup im Klosterlechfelder Festzelt als Nachfolger des Rekordsiegers Andi Altmann. Rund 1400 Besucher schauen zu.

Von Hieronymus Schneider

Klosterlechfeld Wenn der Steinheberverein (STHV) Lechfeld zum Wettbewerb um den begehrten Lechfeld-Cup aufruft, ist das Festzelt stets voll besetzt. Etwa 1400 Zuschauer wollten diesen spektakulären Wettkampf sehen. Zum 25-jährigen Bestehen enthüllte Manuel Friedrich, der Vorsitzende des STHV, ein neues handbemaltes Banner, das die ganze Zeltwand hinter der Bühne ausfüllte. Davor standen die beiden Wettkampfsteine, der kleinere für die Damen und Newcomer und der größere für die starken Männer. Dazwischen stand noch ein kleiner dekorativerer Stein, der aber immerhin auch etwa 150 Kilogramm wiegt, und das ist der begehrte Wanderpokal des Lechfeld-Cups.

Der bewährte Moderator Michael Riedl verstand es wieder einmalig, die Stimmung im Zelt im Laufe des etwa fünfstündigen Wettbewerbs im Lechfelder Steinheberjahr kontinuierlich zu steigern.

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Bei den Damen trat diesmal nur die Vorjahressiegerin Ulli Ertl vom Team Eisenhart aus der Oberpfalz an. Sie hob den 175 Kilogramm schweren Damenstein 79 Zentimeter hoch und sicherte sich damit konkurrenzlos den Silberpokal des Damenwettbewerbs. Auch bei den männlichen Newcomern gab es nur einen Starter. Der 18-jährige Österreicher Markus Mundsberger vom Team Kroftstodl Türnau hob den 150-Kilo-Stein auf 68,7 Zentimeter.

Den ersten wirklichen Wettbewerb gab es dann bei den Champions im Leichtgewicht bis 90 Kilogramm Körpergewicht, zu dem vier Wettkämpfer antraten. Ab dieser Gewichtsklasse musste der 508 Pfund (254 Kilogramm) schwere Lechfeldstein möglichst hoch bis zum Maximum von einem Meter gehoben werden. Sieger wurde der Aichacher Sebastian Ziegler mit 76,7 Zentimetern vor Michi Manhart vom STHV Lechfeld mit 59,7 Zentimeter.

In der Mittelgewichtsklasse bis 100 Kilogramm stieg die Stimmung im Zelt enorm an, denn da waren die Klosterlechfelder Lokalmatadoren Wolfgang Hiller und Andreas Jahn dabei. Der 57-jährige „Wolle“ Hiller bewies seine Vorherrschaft mit dem zweiten Platz (73,7 Zentimeter) vor dem viel jüngeren Andreas Jahn, der mit 65,2 Zentimeter den vierten Platz belegte. Auch der dritte Platz ging mit Philipp Nieberle (70,5 Zentimeter) an den STHV Lechfeld. Sieger dieser Gewichtsklasse wurde Alexander Bugl vom österreichischen Kroftstodl Türnau, der den Stein auf die Maximalhöhe von einem Meter hievte.

Im Schwergewicht bis 110 Kilogramm Körpergewicht war der 62-jährige Routinier Peter Pakas in seiner Zillertaler Tracht der Publikumsliebling unter den acht Kämpfern. Er kam als ältester Teilnehmer auf den vierten Platz mit einer Höhe von 71,3 cm. Vor ihm belegten Markus Flucht vom Landesverband Bayern und Lukas Neumayer aus Tschechien die Plätze drei und zwei. Überlegener Sieger wurde Martin Garhammer vom Team Bayerwald, der als Einziger im ersten Versuch den „Meter“ schaffte und im zweiten noch einmal 25 Kilogramm auflegte und den auf 279 Kilogramm beschwerten Stein noch einmal 45 Zentimeter in die Höhe wuchtete.

Zum Finale traten dann sieben Kraftprotze im Superschwergewicht über 110 Kilogramm an. In der Qualifikation schafften vier von ihnen die Metermarke mit dem 508-Pfund-Stein und kamen somit in den Endkampf. Da wog der Stein dann schon 558 Pfund. Nach zwei Versuchen stand der deutsche Meister „Über 40“ und Vizeweltmeister im „Strongman-Wettbewerb“, Reinhard Maier, mit einer Höhe von über einem Meter vor dem Dachauer Christopher Ziller mit 96,8 Zentimetern und Christoph Senn vom österreichischen Klub Powerbundkerl, der es auf 94,6 Zentimeter brachte.

Reinhard Maier erhöhte als Einziger das Steingewicht auf 608 Pfund. Um den Gesamtsieg des Lechfeld-Cups zu erreichen, hätte er diesen Stein auf 68 Zentimeter heben müssen. Das schaffte er mit 26 Zentimeter nicht ganz. Denn den Lechfeld-Cup gewinnt der Steinheber, der in Relation zu seinem Körpergewicht die größte Höhe mit dem größten Gewicht erreicht. Die komplizierte Berechnung dieses Relativfaktors ergab eine Dreiergruppe mit sehr knappem Abstand.

Sieger des Lechfeld-Cups wurde der von seinem Vorgänger Andreas Altmann betreute Christoph Senn mit einem Körpergewicht von 110,10 Kilogramm und 16334 Relativpunkten. Zweiter wurde Christopher Ziller mit 16207 und Dritter Markus Garhammer mit 15930 Punkten.

Bürgermeister versuchte den Stein zu heben

Somit bleibt der Lechfeld-Cup also in Österreich. Bürgermeister Rudolf Schneider konnte ihn bei der Siegerehrung wegen seines Gewichts nur symbolisch überreichen. Christoph Senn freute sich mit seiner Frau und den beiden Töchtern riesig über den erstmaligen Gewinn bei seiner zweiten Teilnahme in Klosterlechfeld.

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Der Pfingstmarkt in Klosterlechfeld
Bild: Hieronymus Schneider

Immer wieder einen Besuch wert

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So schön war der Pfingstmarkt in Klosterlechfeld
Bild: Hieronymus Schneider
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