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Klosterlechfeld

24.05.2010

Steinheber mit ungebändigter Muskelkraft

Die Anstrengung steht ihm ins Gesicht geschrieben: Für den Untermeitinger Jörg Hinz reichte es im Superschwergewicht zu Platz vier. Foto: Reinhold Radloff
Bild: Reinhold Radloff

Brodelnde Stimmung herrschte im Festzelt am Pfingstsonntag in Klosterlechfeld - wie immer seit 30 Jahren. So lange gibt es den Lechfeld-Cup im Steinheben schon. Und die Begeisterung für diesen Wettbewerb ist ungebrochen; besser noch: Heuer drängten die Massen stärker als in den vergangenen Jahren ins Zelt. Von Reinhold Radloff

Klosterlechfeld Brodelnde Stimmung herrschte im Festzelt am Pfingstsonntag in Klosterlechfeld - wie immer seit 30 Jahren. So lange gibt es den Lechfeld-Cup im Steinheben schon. Und die Begeisterung für diesen Wettbewerb ist ungebrochen; besser noch: Heuer drängten die Massen stärker als in den vergangenen Jahren ins Zelt.

Ob es am 30-jährigen Bestehen des Steinhebervereins Lechfeld lag? Doch schon eher daran, dass noch mehr und noch stärkere Athleten angesagt waren als in den Jahren zuvor. Am meisten lag es vielleicht auch daran, dass diesmal zum ersten Mal Frauen in unterschiedlichen Gewichtsklassen ihre Muskeln und ihr Können zeigten. 250 Pfund Stahl hieß es für sie zwischen den Schienen nach oben zu ziehen, eine Aufgabe, mit der manche völlig überfordert waren, die andere aber ganz locker erledigten, unabhängig vom eigenen Körpergewicht. Jede Menge bewundernde Blicke, Jubelrufe und Applaus vereinigten die starken Frauen auf sich.

708 Pfund stiegen nach oben

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Doch die Stimmung steigerte sich trotzdem noch, als die "Strongmen" die Bühne betraten. Von Gewichtsklasse zu Gewichtsklasse wuchs das Staunen. 508 Pfund Granit möglichst weit zu heben, das war die Anfangsaufgabe. Bei so manchem mutigen Starter zuckte der gigantische Block nicht einmal. Andere rissen ihn wieder mit einer derartigen Leichtigkeit nach oben, dass das Kampfgericht bei einem Meter abwinken musste. Einige Kandidaten hätten den Stein beinahe mit nach Hause genommen.

Was beim Leichtgewicht noch unmöglich schien, wurde bei den höheren Gewichtsklassen immer mehr zur Gewohnheit: Um einen Sieger ermitteln zu können, musste im 50-Pfund-Rhythmus nachgelegt werden. Schluss war erst, als, begleitet von massenhaftem, fast ungläubigem Kopfschütteln im Saal, der Vorjahressieger Andreas Altmann sagenhafte 708 Pfund auflegen ließ.

Unter ohrenbetäubenden Anfeuerungsrufen aus 1500 Kehlen zerrte er den mit Stahlplatten beschwerten Granitriesen über 82 Zentimeter hoch. Da gab es für ihn sogar Applaus vom Altmeister des Steinhebens, dem Lechfelder Hans Zerrhoch, einer Ikone dieser Sportart. Er hob den Lechfeldstein einst mit einem einzigen Finger.

Bei uns im Internet

Bilder und ein Video zum Wettbewerb der Steinheber

schwabmuenchner-allgemeine.de

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