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Stadtrat Königsbrunn

24.05.2015

Stelen informieren über Einrichtungen der Stadt

Im Stadtrat präsentierte Kulturbüroleiterin Ursula Off-Melcher (rechts) mit den Studenten Christina Beresik und Alexander Jahn ein Muster der Info-Stelen.
Bild: hsd

Grünes Licht für neue Akzente im Königsbrunner Stadtbild. Kontroverse Diskussion über ein Detail im „Tierparadies“.

Zehn Zentimeter dick, 54 Zentimeter breit und 2,30 Meter hoch – das sind die Maße der flachen Quader, sogenannte Stelen, die in Kürze einheitlich vor öffentlichen Gebäuden der Stadt Bürger und Besucher informieren sollen. Der Rat gab dafür jetzt einstimmig grünes Licht und lobte durchwegs das Konzept, das Kulturbüroleiterin Ursula Off-Melcher in der jüngsten Sitzung – samt Modell – präsentiert hatte.

Die Stelen sind alle nach einem System beschriftet, das dessen Schöpfer, Christina Beresik und Alexander Jahn, Master-Studenten im Bereich Gestaltung an der Hochschule Augsburg, erläuterten: Oben steht der Name des Gebäudes oder der Einrichtung, eine Zeile weiter unten „Stadt Königsbrunn“. Bei den Museen soll drunter ein thematisch passendes grafisches Symbol, ein „Icon“, kommen, bei anderen Gebäuden wohl das Stadtwappen.

Drunter steht ein Infotext, mit Angabe der Öffnungszeiten. Darunter dann ein dreidimensional gestalteter Lageplan, auf dem andere städtische Gebäude in der Nähe hervorgehoben sind. Dazu kann auch noch die Gehzeit bis zu diesen Gebäuden angegeben werden. Ein sogenannter QR-Code, ein digital lesbares Rasterfeld, bietet die Möglichkeit, über ein Smartphone weitere Infos – auch in einigen Fremdsprachen – zu vermitteln.

Die Stehlen sind aus Metall und werden mit einer wetterfesten Folie beklebt. Diese Folien, so bemerkte Off-Melcher, könnten bei inhaltlichen Änderungen leicht und kostengünstig ausgetauscht werden.

Grundsätzlich lobten alle Fraktionen das Projekt. Diskutiert wurde, ob etwa Text und Karte besser nicht untereinander stehen sollten – „sonst sieht es aus, als ob ganz Königsbrunn Gymnastik macht“, so Alexander Leupolz ( CSU). Infos auf der Rückseite würden vermutlich leicht übersehen, so ein Gegenargument. Cornelia Ludescher ( SPD) gab zu Bedenken, dass man die Beschriftung nur noch schlecht lesen könne, wenn es dunkel wird.

Eine Beleuchtung ist nicht vorgesehen, die sei – auch mit Solarzellen – ziemlich aufwendig zu realisieren, so Ursula Off-Melcher. Ein Exemplar kostet inklusive Aufstellen rund 2500 Euro, im Haushalt für 2015 sind dafür 20 000 Euro eingeplant.

Weitere Themen im Stadtrat:

Grundschule Süd Die Stadt wird für das kommende Schuljahr einen zweiten Ganztagszug beantragen. Für das Angebot, das es in Königsbrunn nur an der Grundschule Süd gibt, sind bereits 36 künftige Erstklässler angemeldet, maximal 25 werden in eine Ganztagsklasse aufgenommen. Obwohl die Antragsfrist für das Schuljahr 2015/16 bereits abgelaufen ist, seien die Chancen auf eine nachträgliche Genehmigung durch das Kultusministerium nicht schlecht, hieß es. Zwei Ganztagsklassen für Abc-Schützen würden bedeuten, dass auch die Regelklassen weniger Schüler hätten.

Tierparadies Mit sechs Gegenstimmen von Grünen und CSU billigte der Rat den Bebauungsplan für das „Tierparadies Königsbrunn“, das der Tierschutzverein Augsburg auf dem „Gut Morhard“, einem landwirtschaftlichen Anwesen ganz im Süden an der Landsberger Straße errichten will (wir berichteten).

Kontrovers diskutiert wurde, ob die erforderlichen Ausgleichsflächen für die Eingriffe in die Wiesen auf einem Grundstück des Tierschutzvereins bei Baar (Kreis Aichach-Friedberg) angelegt werden sollen, oder auf dem Areal des Tierparadieses selbst, wie es den Grünen vorschwebte. Das müsse doch in einem „Naturparadies“ möglich sein, argumentierte Alwin Jung. Man solle dem Verein viel Freiheiten lassen für die Ausgestaltung des Areals, das künftig viele Besucher anziehen soll, hielten BbK und SPD dagegen. Mit diesem Ziel hatte auch die Bauverwaltung im Rathaus den Bebauungsplan ausgestaltet.

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