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Bobingen

29.03.2016

Stimmspaß mit kleinen Fröschen

Mit den Singfröschen fing es an, heute zählt Stefanie Fersch mehrere Chöre und auch erwachsene Musikfreunde zur großen Familie ihres Instituts in Bobingen.
Bild: Piano&Voice

Seit zehn Jahren betreibt Stefanie Fersch ihr Musikinstitut in Bobingen und macht viele Erfahrungen. Davon steht einiges in einem Buch und soll auch beim großen Familienfest deutlich werden.

Das Schönste am Geburtstag ist das gemeinsame Feiern. Darum lädt das Musikinstitut Piano & Voice zum 1. Mai ins Bobinger Schlösschen ein, um sein zehnjähriges Bestehen mit einem bunten Programm aus Musik und Familienfest im und rund um das Schlösschen zu begehen. Das ist der Auftakt zu mehreren Programmpunkten im Jubiläumsjahr. Stefanie Fersch blickt damit auf die Zeit des Aufbaus ihres Musikinstituts in Bobingen zurück und auf die „Familie“, die aus dem Kreis der mit ihr singenden und musizierenden Menschen geworden sei.

Musikalische Früherziehung 

So vielfältig wie das Programm zum Geburtstagsfest am 1. Mai präsentiert sich seit zehn Jahren das musikalische Angebot von „Piano & Voice“. Das schildert Stefanie Fersch in einer Pressemitteilung recht anschaulich. Im historischen Ambiente des Unteren Schlösschens proben seit vielen Jahren Kinder- und Erwachsenenchöre, Gesangssolisten sowie große und kleine Pianisten. Musikalische Früherziehung ist ebenso im Angebot wie Flötenunterricht. „Vor zehn Jahren habe ich mit etwa 50 Mitgliedern angefangen. Der Kinderchor war von Beginn an mein Steckenpferd“, erinnert sich Stefanie Fersch: „In den ersten Monaten haben mich viele mit den Worten begrüßt: ‚Ach, Sie sind das mit den Singfröschen!’“

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Die Mitgliederzahlen haben sich im Vergleich zu den Anfängen fast verdreifacht, und das Bobinger Schlösschen gilt nunmehr weit über die Stadtgrenzen hinaus als feste Adresse für aktiv Musizierende. „Die Arbeit mit so vielen unterschiedlichen Menschen macht unheimlich viel Freude“, schwärmt die studierte Sopranistin, „und wir haben viele tolle Erlebnisse miteinander, vom Erfolg bei Jugend musiziert über Chorwochenenden bis hin zu CD-Aufnahmen.“

Ihre insgesamt über 20-jährige Arbeit in der Kinderstimmbildung und die ebenso lange Leitung von Kinderchören nimmt bald auch Buchgestalt an. Ende 2016 erscheint Stefanie Ferschs Buch „Stimmspaß mit dem kleinen Singfrosch“ im Verlag Breitkopf & Härtel. „In das Buch sind auch ganz viele Erlebnisse mit den Bobinger Singfröschen eingeflossen“, berichtet die Autorin.

Einem Gesangsanfänger immer mehr Töne entlocken

Es seien vor allem die kleinen Momente, die der Musikerin am Herzen liegen: „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie positiv sich aktives Musizieren auf Menschen auswirkt. Ich kann oft richtig mit ansehen, wie der Stress im Laufe einer Probe von den Sängern abfällt.“ Einem Gesangsanfänger immer mehr Töne entlocken, ein anspruchsvolles Klavierstück bis zur Aufführungsreife begleiten, Freude am Musizieren wecken und erhalten, das treibt Stefanie Fersch und ihr kleines Lehrerteam an.

Wie wohltuend sich etwa der Chorgesang auswirke, bestätigen ihr auch viele Mitsänger. Einer der Tenöre verrät: „Vor einigen Jahren hat mich meine Gesundheit ausgebremst, und ich musste etwas verändern. Die Idee zu singen war da-mals Gold wert. Chor und Gesangsunterricht sind seitdem für mich ein wertvoller Ausgleich zum Berufsalltag.“

Auch die Kinder profitieren von den musikalischen Erlebnissen. „Ich achte sehr darauf, dass die Schülerinnen und Schüler viel Freude am Musizieren haben“, sagt die Musikpädagogin, „für Kinder ist das Klavier ein geradezu geniales Instrument, weil es dabei hilft, beide Hirnhälften zu entwickeln. Ganz abgesehen vom Gesang, der durch die Atmung dem gesamten Körper gut tut.“ Ausflüge in die Münchener Staatsoper sowie weitere Konzertbesuche, Nikolausevents und gemeinsames Eisessen gehören für die Inhaberin des Musikinstituts einfach dazu: „Mein Ansporn ist es, gemeinsame Erlebnisse rund um die Musik zu schaffen“, sagt sie. (ppl)

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