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Königsbrunn

23.02.2010

Straßenbahn fährt auf die Tagesordnung

Eine ganze Sitzung widmet der Stadtrat am Donnerstag ab 18.30 Uhr dem Thema Straßenbahn nach Augsburg. Dabei werden Fachleute die Berechnungen über Kosten und Nutzen einer Verlängerung der Linie 3 von der Endhaltestelle Inninger Straße in Haunstetten zur Haltestelle Königsbrunn Zentrum erläutern. Von Hermann Schmid

Rund 26 Millionen Euro werden nun als Kosten der 4,5 Kilometer langen Neubautrasse genannt. An ihr sollen sieben Haltestellen entstehen, fünf in Königsbrunn, zwei im südlichen Haunstetten. Von Königsbrunn Zentrum bis zur Inninger Straße soll die Fahrzeit zehn Minuten betragen, von dort bis zum Königsplatz in Augsburg laut Fahrplan weitere 18 Minuten.

Schnellbus muss der Straßenbahn weichen

Wenn die Straßenbahn kommt, dann wird der Busverkehr in der Brunnenstadt daran angepasst. Unter anderem muss dann der zuletzt ausgebaute Direktbus - laut Fahrplan ist er von Königsbrunn Zentrum zum Königsplatz 22 Minuten unterwegs - den Betrieb einstellen, weil Parallelverkehr von Schiene und Bus mittlerweile tabu ist.

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Das Projekt kann nur zusammen mit den Stadtwerken Augsburg umgesetzt werden. Deshalb werden auch deren Geschäftsführer Norbert Walter sowie Dr. Arno Ruile, Leiter der dortigen Planungsabteilung, in den Stadtrat kommen.

Wie Ruile auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, ermitteln die Stadtwerke Augsburg gerade die möglichen Folgekosten aus dem Betrieb der Straßenbahn, also das zu erwartende Betriebskostendefizit. Im Königsbrunner Rathaus wurde dafür schon vor Monaten eine Million Euro pro Jahr genannt.

Das Betriebskostendefizit ist noch nicht ermittelt

Die Berechnung hängt aber von einer ganzen Reihe von Annahmen - etwa über Einsparungen beim Busverkehr - ab. Fachleute rechnen zudem damit, dass eine Straßenbahn, die dann im Zehn-Minuten-Takt nach Augsburg verkehren soll, im Laufe der Jahre steigenden Zuspruch erfahren wird. In die Gespräche über die Finanzierung der Straßenbahnanbindung werden dann auch Stadt und Landkreis Augsburg sowie der Freistaat als Zuschussgeber eingebunden.

Die Straßenbahn nach Augsburg ist mindestens seit der Stadterhebung vor über 40 Jahren ein wiederkehrendes Thema in der Königsbrunner Kommunalpolitik. Zielstrebig hatte die Stadt dafür erworben. Doch bislang bremste mangelndes Interesse der nötigen Partner in Augsburg das Projekt aus. Das hat sich in den letzten Jahren deutlich geändert.

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