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Bobingen

12.10.2017

Streifzüge durch Augsburg und das Anhauser Tal

Die Fotografien von Theo Schilling zeigen Vertrautes und Fremdes auf überraschende Weise festgehalten.

Die Ausstellung von Theo Schilling im Rathaus von Bobingen weckt Interesse an Vertrautem und Fremdem.  

Mit ihrer Reihe „Kunst im Rathaus“ bietet die Stadt Bobingen Werken unterschiedlichster Stilrichtungen eine Gelegenheit zur Präsentation auf großen Flächen. Einer, der diese Flächen mit großformatigen Fotografien prächtig ausfüllt, ist derzeit Theo Schilling. Und wieder kamen schon zur Ausstellungseröffnung rund 40 Besucher, um sich einen Eindruck von dem zu verschaffen, was Schilling in einer Ankündigung unserer Zeitung versprochen hatte. In den kommenden Wochen werden es noch viel mehr werden, erwartet Bürgermeister Bernd Müller. Die Kunstreihe im Rathaus erfreue sich eines guten Echos. Von seinen Fotografien wünscht sich Theo Schilling, dass sie ein Fest für die Augen sind. Wie nahe er diesem Ideal kommt, zeigt die neue Ausstellung: Sie zeigt knorrige, moosige Wurzeln, das Glitzern der Sonne auf einem Weiher oder Gräser, durch die das Licht scheint. Aber auch urbane Motive vermag er durch seine besondere Lichtbehandlung stimmungsvoll einzufangen. Die Ergebnisse seiner „Fotografischen Streifzüge“ (so der Ausstellungstitel) hat er großformatig auf Leinwand gedruckt. So stellen sie einen regelrechten Blickfang für die Besucher des Rathauses dar.

Alles digital, aber keine Knipserei

Seine Erkundungen mit der Kamera unternimmt der Bobinger Fotograf auf seinen Reisen in aller Welt und in seiner unmittelbaren Umgebung. Für diese Ausstellung hat er sich entschieden, überwiegend Motive aus dem abendlichen Augsburg und dem Anhauser Tal zu zeigen. Er zeigt Vertrautes und Fremdes auf besondere Art.

Zwar fotografiert der 70-Jährige, der das Fotografenhandwerk von Grund auf gelernt hat, inzwischen digital, hat aber analoge Maximen beibehalten. Etwa besonnen und sparsam zu fotografieren, statt zu knipsen. Die Aufnahme soll gleich möglichst perfekt sein und kaum Nachbearbeitung am Computer erfordern. Allerdings nutzt er dessen Möglichkeiten auch gerne mal, um einen Farbkontrast zu überspitzen und ganz eigene Effekte zu erzielen.

Zur Ausstellungseröffnung war es Eva Peschel, langjährige Vorsitzende des Kunstvereins und Kulturpreisträgerin der Stadt 2006, die Theo Schilling in ihrer Laudatio würdigte. Zunächst erklärte sie den Besuchern, was eine Vernissage bedeutet und von der besonderen Beziehung der Künstler zu ihren Werken. An Schillings Bildern lobte sie die Ruhe und Poesie, die seine – oft im Abendlicht aufgenommenen – Bilder ausstrahlen. Außerdem seinen geschulten Blick. „Die besondere Kunst, die man nur durch langjährige Erfahrung beherrscht, ist es, den Reiz des Besonderen auch im Banalen zu entdecken“, sagte sie.

Erfrischend war die Musik, die den Vernissageabend rahmte: Gitarrist Luca del Papa, Bundessieger bei „Jugend musiziert“, und Sängerin Bianca Steinbusch erhielten für ihre Darbietung viel Beifall vom Publikum.

Die Ausstellung ist bis 23. Februar 2018 im 1. und 2. Stock des Rathauses zu sehen.

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