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Gemeinderat

28.03.2015

Strenge mit den Häuslebauern

Um einem chaotischen Ortsbild entgegenzuwirken, sollen neue Richtlinien her. Lidl darf erweitern

Wenn die Nachfrage nach Wohnraum in einer Gemeinde groß ist, freut das natürlich die Verantwortlichen. Innerhalb kürzester Zeit werden dann neue Baugebiete ausgewiesen. Dadurch verändert sich das Ortsbild oft nachhaltig. Im schlimmsten Fall sieht man den Ort vor lauter Häusern nicht mehr. Auch in Untermeitingen steht man vor diesem Problem. Bürgermeister Simon Schropp beschreibt es so: „Die Baugebiete der letzten zehn bis 15 Jahre waren optisch nicht so gelungen. Die Bebauungspläne wurden liberalisiert und die Bauherren konnten ihre Vorstellungen umsetzen. Dadurch haben wir aber unterschiedliche, nicht zusammenpassende Baustile oft nebeneinander.“ Man wolle, im Sinne eines homogenen Ortsbilds, wieder strenger werden, so Schropp.

Nun hat sich der Gemeinderat auf eine Leitlinie für künftige Bebauungspläne geeinigt. Die auf einer Klausurtagung der Räte beschlossenen Richtlinien beinhalten folgende Festsetzungen:

Hier soll eine Mindestgröße festgelegt werden (400 Quadratmeter für Doppelhaushälften, 600 für Einfamilienhäuser, 1000 für Mehrfamilienhäuser mit maximal sechs Wohnungen).

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Sie sollen nicht größer als 15 Quadratmeter sein und nicht direkt an der Straße gebaut werden.

Sie werden nur noch innerhalb der Baugrenzen genehmigt.

Weitere Festsetzungen, etwa zu Dachformen oder der Höhe der Gebäude, könnten noch folgen.

Diese Richtlinien werden auch für das neue Baugebiet „Am Lechring“ gelten. Hier einigten sich die Räte auf einen Standort für eine Kindertagesstätte. Sie soll abseits des Lechrings, aber dennoch mit guter Anbindung und umgeben von Grünflächen, entstehen. Wann es losgeht, kann zwar noch nicht gesagt werden, Bürgermeister Schropp meinte aber: „Die Grundstücksgespräche laufen sehr positiv. Der Bau der Straße von Süden her könnte bald möglich sein.“

Zu einer Ausnahme musste sich der Gemeinderat dann aber doch noch durchringen. Lidl möchte seinen Markt am Donauring nach Norden erweitern. Es sollen eine Backvorbereitung, neue Kundentoiletten und eine Einkaufswagenbox entstehen. Dafür müssen allerdings Stellplätze geopfert werden. Da die Autos sich in der Praxis aber auf die umliegenden Supermärkte verteilen würden, akzeptierte der Rat die zu geringe Stellplatzzahl. Allerdings regten sie an, einen Fußgängerüberweg zum Nachbarn Rewe zu bauen. Die Stellplatzordnung steht aber schon auf der Tagesordnung für die nächste Klausur.

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