Newsticker
RKI warnt vor Überschätzung von Selbsttests in der Pandemie-Bekämpfung
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Streuobstwiese steht Bauland im Weg

Gemeinderat

24.01.2019

Streuobstwiese steht Bauland im Weg

Mickhausen will mit Ersatzfläche eine Lösung ermöglichen. Auch ein anderes Vorhaben gerät ins Stocken

Bauthemen beschäftigen derzeit den Gemeinderat Mickhausen besonders. Mit der Klarstellungs- und Einbeziehungssatzung beabsichtigt die Gemeinde am nordwestlichen Ortsrand des Ortsteils Rielhofen die Errichtung von drei Wohnhäusern. Einwände dagegen brachte nun vor allem die Untere Naturschutzbehörde vor.

Sie bezeichnete die Planung als einen erheblichen Eingriff in den Naturhaushalt. Begründet wurde dies mit den derzeit teils extensiv genutzten Wiesenflächen mit Streuobstbestand. Noch würden Streuobstwiesen im Norden und Westen von Rielhofen den Ortsrand bilden und eine naturnahe Einbindung der Ortschaft in das Landschaftsbild im Naturpark Augsburg Westliche Wälder darstellen, argumentierte die Behörde. Mit der geplanten Bebauung würden diese Wiesen großenteils verschwinden.

Eine Zustimmung sei nur möglich, wenn zur Sicherung des letzten Restes an Streuobstwiesen als Ausgleichsfläche ein Ersatz festgesetzt werde. Der Gemeinderat kam dieser Anregung einstimmig nach, ebenso einer Forderung des Abfallwirtschaftsbetriebs. Da im Baugebiet keine Erschließungsstraßen vorgesehen sind, müssen die Mülltonnen zur Leerung an der nächsten öffentlichen Straße bereitgestellt werden.

Weiter wurde in die Satzung eine Empfehlung des Bayerischen Bauernverbands aufgenommen. Dort heißt es nun unter anderem, dass die Bebauer, Erwerber und Bewohner der betreffenden Grundstücke die Immissionen von angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen und Betrieben unentgeltlich hinnehmen müssen.

Ein weiteres Sitzungsthema war der Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung. Das Bauvorhaben liegt im Bereich des Bebauungsplanes „Südlich der Waldberger Straße“ in einem Gewerbegebiet. Die beabsichtigte Nutzung als Wohngebäude sei dort nicht zulässig, so die rechtliche Würdigung. Das Gremium verweigerte deshalb einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Bei einer Änderung der bauleitplanerischen Voraussetzungen würde die Zustimmung zur Planung allerdings in Aussicht gestellt. Bürgermeister Biechele führte dazu die Aufhebung des dortigen Bebauungsplans an oder dessen Änderung mit gleichzeitiger Umwandlung des Gewerbegebiets in ein Mischgebiet. Ersteres sei aus Sicht der Gemeinde nahezu problemlos. (SZ)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren