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Schwabmünchen

15.01.2019

THW: Schwabmünchner schaufeln Schnee im Krisengebiet

Ohne schwere Maschinen: Die beiden Schwabmünchner THW-Helfer Liza Wölke (links) und Michael Häring transportieren den Schnee zur Dachkante.
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Ohne schwere Maschinen: Die beiden Schwabmünchner THW-Helfer Liza Wölke (links) und Michael Häring transportieren den Schnee zur Dachkante.
Bild: THW

In Bayern sind mehr als 1000 Kräfte im Dauereinsatz. Einige davon kommen aus dem südlichen Landkreis Augsburg

Seit Freitagmittag ist das Technische Hilfswerk (THW) Schwabmünchen quasi im Dauereinsatz. Da erhielt die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation den ersten Alarm im Zusammenhang mit dem starken Schneefall, wie Konstantin Wamser, stellvertretender Ortsbeauftragter, berichtet.

Das Ordnungsamt der Stadt Stadtbergen bat um Amtshilfe zur Beräumung einer Dachfläche. Die Schneelast an einer Gewerbehalle bewegte sich in Richtung des kritischen Bereichs. Insgesamt 34 Einsatzkräfte aus den Ortsverbänden Schwabmünchen und Augsburg schaufelten am Samstag in rund zwölf Stunden den Schnee von der 9000 Quadratmeter großen Fläche.

Hilferuf aus Garmisch-Partenkirchen

Noch während die Einheiten den Schnee auf dem Dach beseitigten, seien Einsatzaufträge der bayerischen THW-Leitung in München für den nächsten Tag eingegangen, erzählt Wamser. Für 19 Einsatzkräfte des THW Schwabmünchen ging es am Sonntag in das Katastrophengebiet Garmisch-Partenkirchen. Dort unterstützten sie die örtlichen Feuerwehren bei der Beräumung der Dächer öffentlicher Gebäude.

Konstantin Wamser, der bereits beim Hochwasser 2013 einen Großeinsatz des THW erlebte, ahnte, dass dieser Einsatz länger dauern könnte. Der Leitungs- und Koordinierungsstab des Ortsverbandes begann mit Verfügbarkeitsabfragen bei den eigenen Einsatzkräften für die nächsten Tage.

Dass dies wichtig war, zeigte der Wochenanfang. Montag und Dienstag mussten zwei Gruppen des Schwabmünchner THW im Landkreis Miesbach unterstützen. Auch dort war die Hauptaufgabe das Freiräumen der Dächer von ihrer stellenweise 70 Zentimeter hohen Schneelast. Insgesamt waren bisher 25 Schwabmünchner THW-Einsatzkräfte im Schnee-Einsatz.

Einsätze gehen weiter

„Die Lage in Garmisch und Bad Tölz entspannt sich langsam, kritisch ist aber weiterhin Traunstein und das Berchtesgadener Land“, meint Wamser. So schätze er, dass die Einsätze für die Schwabmünchner Helfer noch bis Freitag gehen könnten.

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Insbesondere bei der Wiederherstellung von lebenswichtiger Infrastruktur, der technischen Hilfe nach großen Unglücksfällen oder auch der weltweiten Hilfe ist das THW ein gefragter Partner.

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