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Tanzverbot: Dieses Relikt muss weg

Daniel Weber
Kommentar Von Daniel Weber
17.04.2019

Die Christen brauchen kein Tanzverbot für Besinnung am Karfreitag. Und Andersgläubige erst recht nicht. Jeder soll den Feiertag so verbringen, wie er will.

Am Thema Tanzverbot scheiden sich die Geister: Während die christliche Fraktion um das ungestörte Begehen eines ihrer wichtigsten Feiertage bangt, ärgern sich alle anderen über die unfaire Bevormundung durch den Freistaat. Und das völlig zu Recht.

Nun könnte man zur Verteidigung des Tanzverbots vorbringen, dass es nur wenige Tage im Jahr gilt und man nicht ausgerechnet am Karfreitag feiern muss. Aber PM-Chef Egger sagt ganz richtig, dass ein Tanzverbot schlicht nicht mehr zeitgemäß ist. Dessen Wurzeln liegen nämlich in den sittlichen Bedenken längst verstorbener Generationen gegen Freude und ausgelassene Bewegung.

Hand auf’s Herz: Welcher Untermeitinger wird in seiner Andacht an den Tod seines Heilands gestört, wenn im Gewerbegebiet eine Disco geöffnet hat? Es ist ja nicht so, dass ohne Tanzverbot eine hüpfende, johlende Menschenmenge durch die Straßen Untermeitingens ziehen würde. Sicher kann man auch den bayerischen Christen zumuten, zu trauern in dem Wissen, dass anderswo Menschen fröhlich sind – alle anderen Konfessionen und Konfessionsfreien müssen das schließlich auch schaffen. Allein aus Gleichberechtigungsgründen muss das Tanzverbot abgeschafft werden.

Lesen Sie hier den Artikel zum Kommentar: „Das Tanzverbot ist nicht mehr zeitgemäß“

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Die Diskussion ist geschlossen.

19.04.2019

Den Feiertag möchte man, die "Pflichten" daraus aber nicht. Wer dann konfessionslos oder Andersgläubig ist, sollte auf die Feiertage, die daraus entstehenden Zuschläge und sonstiges auch verzichten!

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19.04.2019

Andersherum wird ein Schuh daraus , Herr Weber :

Sie meinten dann doch wohl ? :

"Dieses Relikt -gemeint ist der christliche Feiertag "Karfreitag" - muß weg ; sowie alle anderen christlich basierten Feiertage" ?!

Denn woher nehmen Sie (und die vielen , welche mit den christlichen Feiertagen "nix mehr anfangen können) denn als jemand ,der gewisse auch religionsbezogene Zusammenhänge bei diesen Feiertagen negiert- das Recht , die christlich basierten Feiertage dann dennoch in Anspruch nehmen zu dürfen ?
Denn ohne diese christliche Religion und deren -wenigstens historische- Bezüge zwischen Gesellschaft und christlicher Religion- gäbe es diese Feiertage gar nicht !


Daher sollte also gelten : Abschaffung aller christlich basierten Feiertage -also Weihnachten , Heilig-Drei-König,Ostern,Pfingsten,Fronleichnam etc , sowie des 8.August in Augsburg (auch dieser ist ja christlich basierend) .

Denn diese Feiertage sind -trotz ständiger entgegenlautender Behauptungen ! - keine staatlichen Feiertage , sondern Religionsfeiertage des Christentums ! Welche , da ursprünglich Deutschland (wie Europa) hauptsächlich christlich-jüdisch geprägt war , vom Staat als "allgemeine Feiertage" eingesetzt wurden - weil zu jenen Zeiten die vollumfängliche Bevölkerugnsmherheit eben christlich geprägt war .
Wenn dies aber heute nicht nicht mehr so ist ,
wenn also nun eine Mehrheit in diesem Land mit den christlichen Inhalten dieser Tage nicht nur nichts mehr "anfangen kann" ,

sondern sogar auch bestimmte Erfordernisse dieser Feiertage negiert und torpediert (wie etwa in Frankfurt a.M. , wo - von den entsprechenden links-grün-alternativen Gruppen organisierte öffentliche Tanzveranstaltungenmit teilweise sehr leicht bekleideten Teilnehmern als reine Provokation sogar in der Nähe von Karfreitagsmessen stattfinden) ,

dann sollten diese Feiertag ganz abgeschafft werden !

Dann herrscht endlich Gerechtigkeit , auch gegenüber denjenigen , welche "mit diesen Religionsinhalten nix mehr anfangen können" und sich "von der christlichen Religion bedrängt fühlen" .

Denn warum sollten diese Mitbürger einen Anspruch aus etwas ableiten können , dessen Inhalte ihnen "nix mehr sagen" ,die sich in ihrer -angeblich "offenen" Lebensweise von dieser Religion sogar negativ beeintrcähtig fühlen ?!

Dann würden diese Mitbürger auch nicht mehr dazu gezwungen werden , christlich basierte Feiertage und ihre Inhalte erdulden zu müssen !

Also bitte , Frau Bundeskanzlerin , sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete :

Schaffen Sie bitte alle religiösen Feiertage abschaffen !

Dann bleiben wenigsten nur noch 3 staatliche Feiertage ohne Tanzverbot und an den restlichen Ex-Feiertagen wird dann zu arbeiten sein müssen .
Auch von denen , die gerne tanzen !

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19.04.2019

Wenn das nicht mehr zeitgemäß ist müssen die Leute auch konsequent sein und gegen den Feiertag sein.
Denn der Sinn dieses Feiertags ist doch ein anderer.
Oder ??????

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