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12.02.2015

Taucher haben bald bessere Bedingungen

Die Hechte fühlen sich wohl im Ilsesee. Damit das so bleibt, dafür setzen sich die Verantwortlichen von der Tauchbasis ein.
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Die Hechte fühlen sich wohl im Ilsesee. Damit das so bleibt, dafür setzen sich die Verantwortlichen von der Tauchbasis ein.
Bild: Jürgen Scharm

 Bald soll ein Tauchcenter das Containerlager am Ilsesee ersetzen. Auch beim Lautersee werden Weichen für die Zukunft gestellt

 Der Ilsesee gehört zu den drei attraktivsten Gewässern in Deutschland – so sieht es zumindest ein Fachmagazin für Taucher. Der See an der Gemarkungsgrenze von Augsburg und Königsbrunn ist in der Szene durch Berichte in Zeitschriften und Internetportalen überregional bekannt.

Nun sollen die Rahmenbedingungen für die Sportler verbessert werden. Die Ilsesee GmbH, die Eigentümerin von Ilse- und Lautersee, will am Westufer, nahe der neuen Königsbrunner Kindertagesstätte, ein Tauchcenter errichten. Bislang gibt es nur eine sehr beengte Containeranlage samt Dixi-Toiletten.

Ersetzt werden soll der unschöne Anblick durch einen eingeschossigen und weitgehend transparenten Pavillon. Dessen Grundfläche soll 13,50 auf 14,20 Meter betragen. Neben Sanitäranlagen werden auch ein Schulungsraum und ein Servicebereich in dem Gebäude untergebracht. Errichtet wird es von den Eigentümern und anschließend von der Ilsesee Tauchbasis gemietet.

Leiter der Basis ist Jürgen Scharm. Der Gewässerökologe betont, dass der Neubau keineswegs dazu gedacht sei, viel mehr Taucher anzulocken. „Es ist in den vergangenen Jahren gelungen, aus der ehemaligen Kiesgrube ein tolles Gewässer mit viel Flora und Fauna zu machen. Das wollen wir unbedingt erhalten.“ Im Winter sei eine Sicht bis zu 30 Meter möglich. Vor dem Beginn der Unterwasser-Renaturierung 2009 seien es ein bis drei Meter gewesen. Im Sommer sind es sechs bis acht Meter. Attraktiv für viele Taucher ist auch das Labyrinth, das die Verantwortlichen auf dem Boden des Sees installiert haben.

Um das ökologische Gleichgewicht des Sees zu schützen, gibt die Tauchbasis nur eine begrenzte Zahl an Tauchkarten aus. „Bei maximal 25 Tauchern am Tag ist Schluss, auch wenn wir problemlos die zwei- oder dreifache Menge an Karten verkaufen könnten“, so Scharm. Es gehe darum, kostendeckend arbeiten zu können, so der Pächter. Immer wieder meldeten sich Tauchschulen, denen er absagen müsse. Teils kämen Interessenten aus Stuttgart, auch viele Münchner seien dabei.

Einfach abtauchen darf man im Ilsesee aber nicht. Vorher muss eine Prüfung abgelegt werden. „Verbote nützen nichts. Mit den Schulungen wollen wir das Bewusstsein für das ökologische System schärfen. Beispielsweise, dass die Sportler Abstand vom Boden halten“, betont Scharm. Den See haben sie in zwei Zonen eingeteilt: eine allgemeine und ein besonders geschütztes Biotop, in dem nur mit entsprechender Qualifikation getaucht werden darf. „Das klappt, weil die Taucher aufeinander achten“, erklärt Scharm auf die Frage, wie er das kontrolliere.

Neben dem Tauchcenter ist langfristig einen Rundweg um das Gewässer geplant. „Es sollte geprüft werden, ob die bestehende Lücke im Wegenetz im Bereich der Königsbrunner Wasserwacht geschlossen werden kann. Dann gäbe es eine Verbindung zwischen dem Tauchcenter und dem Einstieg im Südosten für die Taucher“, informierte Augsburgs Baureferent Gerd Merkle im dortigen Bauausschuss. Gespräche zwischen der Wasserwacht und der Stadt Königsbrunn stünden aber noch aus. Es gibt auch einen Zugang direkt bei der Tauchbasis. Auf Königsbrunner Flur sollen zudem zehn Parkplätze entstehen, die durch Poller gesperrt werden. Diese sollen sicherstellen, dass dort tatsächlich Taucher ihre Fahrzeuge abstellen können und nicht Badegäste.

Vorangetrieben wurde in den vergangenen Monaten aber nicht nur das Konzept für den Ilsesee, sondern auch für den benachbarten Lautersee. „Die Verträge sind unterschrieben. Dieses Gewässer wird für die Fischer hergerichtet.“

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