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30.07.2010

Tausende Unterschriften und jede Menge Notenkonferenzen

Schwabmünchen Klagen darüber, dass in den letzten Wochen des Schuljahres nur die Zeit totgeschlagen wird, hört man von Eltern immer wieder. Germana Winkelbauer, die Leiterin des Leonhard-Wagner-Gymnasiums Schwabmünchen, meint dazu: "Wir nutzen die letzten beiden Wochen intensiv für pädagogische, kulturelle, sportliche und soziale Projekte, die extrem wichtig sind."

Natürlich weiß sie, dass es nach außen hin so aussieht, als wollten die Lehrer keinen geregelten Unterricht bis zum letzten Tag halten. "Wir setzen den Notenschluss jedes Jahr zum letztmöglichen Zeitpunkt an, um gerade noch rechtzeitig mit allen Arbeiten vor der Zeugnisvergabe fertig zu werden."

Haben die Fachlehrer alle ihre Noten gemacht und sie in den Notenmanager eingetragen, kontrolliert sie zunächst der Klassleiter und sein Stellvertreter. Danach gibt es für jede Klasse eine Konferenz mit allen darin vertretenen Lehrkräften. Dabei geht es vor allem um schwierige Grenzfälle: durchfallen oder nicht, Empfehlung für Schulwechsel oder nicht, pädagogische Abwägungen und vieles mehr. Am Tag darauf geht es in die Lehrerkonferenz, um all die Ergebnisse endgültig zu beraten und abzusegnen.

Dann müssen die Zeugnisse geschrieben, handschriftlich unterschrieben und teilweise gesiegelt werden. "Das bedeutet Tausende von Unterschriften und Stempeln, die alle nicht maschinell gefertigt werden dürfen", so Winkelbauer. All diese Arbeiten geschehen an den Nachmittagen und Wochenenden, um an den letzten Schultagen am Vormittag einen möglichst sinnvollen Unterricht gestalten zu können. Und genau den plant die Schulleitung schon Monate, teilweise Jahre vorher sehr genau. Da entstehen Einzelprojekte wie "die Gefahren des Internets", "Klimaveränderung" oder Dichterlesungen, Projekttage wie Polizei, Stadtverwaltung, Kirche, THW, Altenheim oder Firmenbesuche oder überkonfessionelle Orientierungstage in Benediktbeuren.

Tausende Unterschriften und jede Menge Notenkonferenzen

"All diese Dinge sollen altersgerecht die Allgemeinbildung und die soziale Verantwortung stärken, Kenntnisse bringen und für das Umfeld sensibilisieren", so Winkelbauer. Für unabdingbar hält sie auch Studienfahrten in andere Länder: "Dabei lernen unsere Schüler in klaren Programmen Teamarbeit, erfahren kulturelle sowie sozialpolitische Bildung."

Nicht verzichtbar sind ihrer Meinung nach auch die Sportfeste, da sie Bewegungsfreude, Begeisterung und Einsatzwille vermitteln. Auch die Schulgottesdienste hält sie für wertvoll, ebenso den Putztag: "Unsere Schüler sollen verantwortungsvollen Umgang mit fremdem Eigentum und ihrem Schulhaus lernen", betont die Chefin, die mit allen Aktionen auch das Wir-Gefühl der Schüler stärken möchte. "Leerlauf kennen wir auch in den letzten beiden Wochen nicht", so die Schulleiterin.

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